Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
600 Euro für Brasilienhilfe

Menschenrechtler Wolfgang Windhausen spendet 600 Euro für Brasilienhilfe

Mit einer Spende von insgesamt 600 Euro hat der Duderstädter Schriftsteller und Menschenrechtler Wolfgang Windhausen die Brasilienhilfe Mingerode unterstützt. Das Geld soll unter anderem in Bauprojekte für die Kinderheime des Padre Bene fließen.

Voriger Artikel
Duderstadt: Welche Bäume weichen, welche bleiben?
Nächster Artikel
Volker Präkelt stellt multimediales Musikbuch vor

Spender: Menschenrechtler Wolfgang Windhausen (Mitte).

Quelle: Vetter

Mingerode. Seit seiner Jugend habe Windhausen sich für soziale Gerechtigkeit eingesetzt, das Geld, das er mühsam bei der Kartoffelernte verdient hatte, der AlbertSchweitzer-Stiftung gespendet. Später folgten Engagements für Verfolgte in China und Tibet, den Dalai Lama habe er bei einer persönlichen Audienz in Berlin getroffen und von Mutter Theresa eine handgeschriebene Widmung erhalten. Als Schriftsteller setzt sich Windhausen auch für die internationale Vereinigung „Writers in prison“ ein, unterstützt gefangene Kollegen - oder hält Vorträge über seine Reisen. Mit letzterem war er zu Gast bei der katholischen Frauenvereinigung KFD Mingerode, Thema war Südamerika. In diesem Kreis kam auch die Brasilienhilfe Mingerode zur Sprache, und Windhausen entschloss sich, sein Vortragshonorar an die Hilfsorganisation zu spenden, die vor rund vier Jahren von fünf jungen Mingerödern in Eigeninitiative ins Leben gerufen wurde.Um die Spende abzurunden, hat Windhausen mit den Geldgeschenken zu seinem Geburtstag aufgestockt, sodass schließlich 600 Euro zusammenkamen.

„Als wir 2013 nach einem Besuch der Kinderheime in Recife und Arapiraca eine längerfristige Unterstützung in die Wege leiten wollten, ist die Brasilienhilfe Mingerode entstanden“, erinnerte Mitbegründer Andre Schwedhelm an die Anfänge. Damals seien er sowie Linda Beck, Marcel Kurth, Christopher Gatzemeier und Benedikt Beck entsetzt gewesen über die schlimmen Zustände in den baufälligen Heimen. Nachdem die fünf Mingeröder bei mehreren Reisen selbst einen großen Teil der baulichen Arbeiten dank Spenden und riesiger Eigenleistung erledigt hatten, haben sie inzwischen mehr als 40000 Euro zusammenbekommen. Das Geld fließt komplett in die Kinderheime. Bisher wurden unter anderem Gebäude und sanitäre Einrichtungen neu gestaltet, Spielgeräte aufgestellt, und sogar einen Rollstuhl für einen behinderten Jungen konnten die fünf Mingeröder durch den brasilianischen Zoll bringen.

„Ich kenne selbst das Elend in Südamerika und finde den Einsatz der Brasilienhilfe Mingerode beispielhaft“, sagte Windhausen. „Und wir sind sehr dankbar und fühlen uns geehrt, von jemanden unterstützt zu werden, der selbst ein gutes Beispiel für Hilfsbereitschaft im internationalem Rahmen ist“ erwiderte Andre Schwedhelm stellvertretend für die Brasilienhilfe Mingerode. In einer Gesprächsrunde aus Anlass der Spende bestätigten auch die Frauen aus dem Vorstand der KFD Mingerode, dass solche Hilfsaktionen, bei denen Freunde und Nachbarn beteiligt seien, Vorbildcharakter hätten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter