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6000 neue Osterglocken für Duderstadt

50 000 Zwiebeln schlummern in der Erde 6000 neue Osterglocken für Duderstadt

Die Arbeit ist mühsam, das Resultat erst nach Monaten zu sehen: 6000 Blumenzwiebeln haben Mitarbeiter des Duderstädter Bauhofs in der Erde versenkt – ausschließlich Osterglocken. Allein im Außenbereich des Westeröder Kreisels wurden 4000 Stück gesetzt, weitere am Ortseingang Fuhrbach, mit den Resten Lücken am Hartmannkanal gefüllt.

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Setzen Steckzwiebeln am Kreisel: die Bauhof-Mitarbeiter Frank Wüstefeld, Manuela Bömeke, Marco Borchard und Evelin Winsel (v.l.).

Quelle: Richter

Duderstadt. Die aktuelle Pflanzaktion ist Teil einer Kampagne zur nachhaltigen Bereicherung des Ortsbildes, die bereits vor einer Dekade begonnen hat. Den Anstoß gab der Ortsrat, als er 2004 zur 1075-Jahr-Feier Duderstadts fünf mal 1075 Narzissen-Zwiebeln stiftete.

Seitdem breitet sich das gelbe Blütenmeer an Wallaufgängen, Stadttoren, Kreiseln und in den Ortsteilen dank der Wühlarbeit des Bauhofes Jahr für Jahr weiter aus. Allein in Duderstädter Erde schlummern mittlerweile mehr als 50 000 Osterglocken. Frank Widera vom Bauhof spricht von einem „Duderstädter Modell“ mit positivem Feedback, das zu vielen Anfragen und Kaufwünschen von Blumenfreunden geführt habe.

Nicht nur im Mix der Stauden und Gräser auf den Duderstädter Kreiseln, wo sie Steppenkerzen, Rosen und Zierlauch Gesellschaft leisten, spielen die Frühlingsblumen eine herausragende Rolle. Aber warum ausgerechnet Narzissen? „Sie sind im Vergleich zu anderen Pflanzen spottbillig, haben eine positive Langzeitwirkung, breiten sich über Brutzwiebeln aus, neigen zur Verwilderung und sind in unterschiedlichen Sorten mit gestaffelten Blühzeiträumen verfügbar“, sagt Widera.

Drei Sorten  kommen zm Einsatz

Damit würden sich gerade Osterglocken auch für extensive Straßen-Randbereiche anbieten, die wenig gemäht würden. Zudem sei das intensive Gelb, das auch zu den Duderstädter Stadtfarben gehört, einer der ersten „Eyecatcher“ im Frühjahr nach der langen dunklen Jahreszeit.

Benannt ist die Narzisse nach dem Sohn des griechischen Flussgottes Kephisos. Der wurde laut Ovids Metamorphosen in eine Narzisse verwandelt, weil er die Liebe der Nymphe Echo zurückwies und sich stattdessen nach seinem eigenen Spiegelbild verzehrte.

In Duderstadt kommen drei Sorten zum Einsatz, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen: Osterglocken mit orangen, mit weißen und mit gelben Augen. Im Reigen der Phänologie, die sich mit im Jahreslauf periodisch wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen in der Natur befasst, sorgen die Narzissen für Lebensfreude beim Betracher, meint Widera. Aus Liebe verzehren sollte man die gelben Blumen allerdings nicht: Alle Pflanzenteile sind giftig.  

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©Richter