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65 Jahre Jägerschaft Duderstadt: Präsentation findet großes Interesse

Auf den Hund gekommen 65 Jahre Jägerschaft Duderstadt: Präsentation findet großes Interesse

Jagdhundbesitzer drehen mit Vierbeinern eine Runde vor dem Rathaus, auf der Marktstraße laufen Rebhühner hinter einer Voliere, während ein Steinadler und ein Sibirischer Uhu das Publikum am Herwig-Böning-Platz scheinbar regungslos anstarren.

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Jagdhundepräsentation als Publikumsmagnet auf der Duderstädter Marktstraße: Moderator Jan Schafberg erläutert die Wesenszüge der vorgestellten Rassen.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Wer am Sonntag in der Fußgängerzone unterwegs war, fühlte sich in die Natur versetzt. Aus Anlass ihres 65-jährigen Bestehens informierte die Jägerschaft Duderstadt zusammen mit anderen Institutionen mehr als 3000 Besucher über Jagd, Naturschutz, Landschaftspflege und das Ökosystem Wald.

An Ständen auf der oberen Marktstraße stellten Landesjägerschaft, Landvolkverband Göttingen, Landschaftspflegeverband und andere Institutionen ihre Projekte und Aufgaben vor. „Guck mal, ein Waschbär“, riefen Besucher am Infomobil der Jägerschaft. Sie löcherten Helmut Nolte mit Fragen zu den 57 Tierpräparaten.

Lebende Tiere waren wenige Meter weiter die Hauptdarsteller. Hier kommentierte der Geschäftsführer des Deutschen Jagdgebrauchshundeverbands, Jan Schafberg, zwischen zwei Auftritten des Jagdhornbläserkorps eine Jagdhundepräsentation. Dabei waren unter anderem Kontinentale Vorstehhunde, Retriever, Terrier, Brackenhunde und Dackel zu sehen. Falkner Thomas Andres erläuterte dem Publikum an anderer Stelle, welche Greifvögel und Eulen hierzulande anzutreffen und was ihre typischen Verhaltensweisen sind.

Flagge zeigte auch die Biologische Schutzgemeinschaft Göttingen. Sie präsentierte das Rebhuhnschutzprojekt des Landkreises, das in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen realisiert wird. Koordinator Werner Beeke und Mitarbeiter Sebastian Johanning informierten über eine rebhuhngerechte Bewirtschaftung der Blühstreifen und verwiesen auf entsprechende Förderprogramme. Das Team hatte auch mehrere Rebhühner mitgebracht. „Sie sind evangelisch und nicht katholisch erzogen, beim Geläut der Oberkirche haben sich die Rebhühner erst einmal verkrochen“, schmunzelte Johanning.

„Wetter schreckt Jäger nicht ab“

Anlass für das Geläut war der Hubertusgottesdienst, den Propst im Ruhestand Wolfgang Damm vor Eröffnung der Jägermeile in der voll besetzten St.-Cyriakus-Kirche zelebriert hat. Der Geistliche erinnerte daran, dass es vor 65 Jahren in vielen Bereichen der Gesellschaft um die Übernahme von Verantwortung gegangen sei.

Diese zeige sich generell darin, „dass man nicht nur einen relativ kleinen Sektor im Blick hat, sondern sehr wohl das Große und Ganze sieht, die Zusammenhänge beachtet und die Wechselwirkungen berücksichtigt“. Gerade in Zeiten des Wirtschaftswunders sei es wichtig gewesen, dass sich Menschen für den Erhalt der Natur eingesetzt „und auch mal Widerstand geleistet haben“.

Begonnen hatte das Festprogramm bereits am Sonnabend. Der Stadtpark bot die Kulisse für Kontaktpflege, die Ecklingeröder Blasmusik sorgte bei herbstlichen Temperaturen für zünftige Klänge. „Wetter schreckt Jäger nicht ab“, sagte der Vorsitzende der Gastgeber, Hans-Georg Kracht, und betonte: „Die Jagd gehört in der Region Eichsfeld einfach dazu.“

Nach Grußworten des Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Landrats, Lothar Koch, und von Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (beide CDU) erinnerte der Präsident des Deutschen Jagdverbandes, Hartwig Fischer, daran, dass Jagd „die älteste Kultur unserer Geschichte ist“. Sein Appell: „Wir müssen dafür sorgen, dass wir dieses Kulturgut für die nächste Generation erhalten.“

Von Axel Artmann

Die informative Präsentation zum 65-jährigen Bestehen der Jägerschaft Duderstadt hat großes Interesse gefunden. © Schauenberg/Eckermann

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