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Ab kommenden Schuljahr wieder Klassenfahrten am Eichsfeldgymnasium

OVG-Urteil Ab kommenden Schuljahr wieder Klassenfahrten am Eichsfeldgymnasium

Am Eichsfeldgymnasium (EGD) wird es im kommenden Schuljahr aller Voraussicht nach wieder Klassenfahrten geben. Mit dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg, das die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung auf 24,5 Wochenstunden gestoppt hat, entfällt der Hauptgrund für die Protestaktion der Lehrer.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Duderstadt. Das EGD gehört zu den rund 75 Prozent der niedersächsischen Gymnasien, die aus Protest gegen die von der Landesregierung verfügte Mehrarbeit Klassenfahrten gestrichen haben.

EGD-Leiter Thomas Nebenführ geht davon aus, dass es die künftig wieder geben wird. „Die Bereitschaft ist da“, sagt Nebenführ, der das OVG-Urteil begrüßt und deutliche Signale von Kollegen für das Klassenfahrt-Comeback bestätigt. In einer Personalversammlung am Dienstag solle ein Meinungsbild erhoben werden. Es gebe auch einen gewissen Termindruck, meint Nebenführ, der jetzt von einem Run auf Herbergen und Veranstalter ausgeht.

„Wir müssen noch abwarten, ob das Urteil rechtskräftig wird“, sagt Astrid Thielecke. Die EGD-Lehrerin und Sprecherin der Personalräte der Gymnasien des Bezirks Braunschweig-Süd gehört zu den sieben Musterklägern des Philologenverbandes, die beim OVG eine Normenkontrollklage gegen die Mehrarbeit eingelegt haben. Auch Thielecke geht davon aus, dass im neuen Schuljahr wieder Klassenfahrten am EGD angeboten werden: „Die Stimmung im Kollegium ist gut.“

Nebenführ hofft, dass als Folge des OVG-Urteils auch die Chancen junger Lehrer auf dem Arbeitsmarkt und die Unterrichtsqualität verbessert werden können. Am EGD sind rund 100 Lehrer beschäftigt. „Theoretisch können bei uns durch den Verzicht auf die Arbeitszeiterhöhung bis zu vier weitere Lehrerstellen geschaffen werden“, sagt Nebenführ, hegt aber Zweifel, ob es tatsächlich zu Neueinstellungen kommen wird. CDU und FDP haben nach dem OVG-Urteil im Landtag den Rücktritt von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) und ein Sofortprogramm für 1000 neue Lehrer gefordert.

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©Richter