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Abschluss des Festes der Einheit in Teistungen

Partystimmung am Todesstreifen Abschluss des Festes der Einheit in Teistungen

„Hier waren Deutschland und Europa bis zum 10. November 1989 um 0.35 Uhr getrennt“, lautet der nüchterne Text auf der braunen Hinweistafel an der Bundesstraße 247 zwischen Gerblingerode und Teistungen.

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Goldregen und Funkelsterne: Ein Feuerwerk bildet den Abschluss des Festes der Einheit.

Quelle: Schauenberg

Teistungen. Für Hunderte Menschen, die in der Nacht zum Montag in den Himmel oberhalb der Tafel blickten, lag die Betonung ganz klar auf „waren“. Sie feierten gemeinsam den Abschluss des Festes der Einheit.

Der Blick in die Vergangenheit stand auch im Mittelpunkt während eines Programmpunktes, der trotz der nächtlichen Anfangszeit und trotz kriechender Kälte – gerade einmal vier Grad Außentemperatur – viele Zuschauer an die Bundesstraße zog: Eine Trabiparade, an der auch Wartburgs, Ladas und andere DDR-Fahrzeuge teilnahmen. Entsprechend dauerte es nicht lange, bis die kalte Herbstluft erfüllt war mit dem „Duft der Freiheit“, wie ein Zuschauer den Abgasgestank lachend nannte. Dieser war am historischen Ort, auf die Minute genau 25 Jahre zuvor, den Menschen um die Nase geweht.

„Es ist einfach unglaublich, was da passiert ist“, fasst Ralf Halbhuber, Studio-1-Chef und Organisator der Veranstalter zusammen, wie er sich gestern während des Feuerwerks – und als die Anspannung langsam nachließ – fühlte. „Zwischendurch sind so viele Menschen ins Zelt geströmt, und niemand wollte mehr raus – mit einem solchen Ansturm hatten wir schlicht nicht gerechnet. Am Ende waren es rund 12 000 Menschen, die den Gottesdienst, die Konzerte, die Sternwanderungen und die Angebote im Grenzlandmuseum wahrnahmen.

Offenbar verhielten sich alle Besucher äußerst diszipliniert: „Es gab gar keine Probleme“, erklärt Halbhuber. Selbst als zum Umbau der Bühne für das Abendprogramm alle Besucher das Zelt verlassen mussten, sei alles glatt gegangen. „Ich bin wirklich begeistert, was all die Helfer in diesen beiden Tagen geleistet haben“, sagt Halbhuber.

Mit einem Feuerwerk und einer Trabi-Parade ging das Fest der Einheit in Teistungen zu Ende. © Schauenberg

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Neben den vier Eichsfeldstädten waren Feuerwehren, Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk und viele Freiwillige im Einsatz.  Auch beim Abbau am Montag hätten wieder viele fleißige Helfer mit angepackt. Unter anderem entfernten sie den Wachturm aus Stoff, der in der Mitte des Zeltes aufgebaut und mit stilisierten Suchscheinwerfern ausgestattet war. Ihn will Halbhuber dem Grenzlandmuseum spenden.

Möglicherweise kann er auch im kommenden Jahr erneut zum Einsatz kommen, wenn 25 Jahre Wiedervereinigung gefeiert werden können. Oder 2016, wenn Studio 1 25 Jahre als wird? „Mal sehen“, sagt Halbhuber. „Erst einmal brauche ich jetzt eine kleine Verschnaufpause.“

Impressionen vom Fest der Einheit in Teistungen.

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Mit Musik, Gottesdienst, Wanderungen und einer Trabiparade feiern am Wochenende Menschen aus dem Ober- und Untereichsfeld am ehemaligen Grenzübergang Duderstadt-Worbis das Fest der Einheit.

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©Richter