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Abschlussfeier für alle Jahrgänge

Real- und Hauptschule laufen aus Abschlussfeier für alle Jahrgänge

Nach mehr als sechs Jahrzehnten endet in Gieboldehausen eine schulpolitische Ära: Mit der Entlassung der zehnten Klassen im Juli werden die Realschule und die Hauptschule aufgelöst. Damit ist der Übergangsprozess zur Kooperativen Gesamtschule (KGS), die 2010 gestartet ist, abgeschlossen.

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Auslaufmodell: Ab dem neuen Schuljahr gibt es in Gieboldehausen keine Real- und Hauptschule mehr, nur noch eine KGS.

Quelle: Schauenberg

Gieboldehausen/Obernfeld. Ab dem Schuljahr 2015/16 werden an der KGS Schüler von den Jahrgängen fünf bis zehn unterrichtet.

Das Ende der eigenständigen  Realschule Gieboldehausen und der Christian-Morgenstern-Schule wollen Johannes Heckerodt, Arnold Wagner und Hansgeorg Blankenstein nicht einfach sang- und klanglos Revue passieren lassen. Aus dem Ruhestand heraus organisieren die ehemaligen Realschullehrer deshalb ein geselliges Treffen für alle jetzigen und ehemaligen Schüler, Lehrer und Mitarbeiter.

Bei Musik und Tanz können alle, die sich den beiden Schulen verbunden fühlen, am Sonnabend, 27. Juni, ab 19.30 Uhr im Museumskrug Obernfeld Erinnerungen austauschen, Kontakte knüpfen und an die Schulzeit zurückdenken.

Was auf sie zurollt, können die Pensionäre noch nicht absehen. Allein die 1954 als Kreisrealschule des Altkreises Duderstadt gegründete Realschule wurde im Lauf der Jahrzehnte von einer fünfstelligen Zahl an Schülern besucht, die Hauptschule in Nachfolge der Volksschule ist noch älter. Einzelne Einladungen sind nicht möglich, die Organisatoren setzen auf Mundpropaganda, Presse und Internet.

Wagner rechnet mit einem mehr als vollen Haus, ein DJ sorgt für Musik („keine Nonstop-Beschallung“), im Außenbereich sind Stehtische geplant. An der Abendkasse wird ein Kostenbeitrag in Höhe von fünf Euro erhoben, der Überschuss wird dem Förderverein der KGS gespendet. Ursprünglich wollten die Organisatoren des Treffens im Niedersachsenhof in Gieboldehausen feiern, dann im Krebecker Bürgerhaus. Doch das war ausgebucht.

Der Obernfelder Wagner hat 35 Jahre lang an der Realschule unterrichtet, der Gieboldehäuser Johannes Heckerodt 40 Jahre. Beide halten die KGS-Gründung zur Sicherung des Schulstandortes Gieboldehausen für die richtige Entscheidung. „In guten Zeiten hatte die Realschule fünf Klassen pro Jahrgang, zuletzt nur noch drei, die Hauptschule war nur noch einzügig“, sagt Heckerodt. Die Lehrer seien nach und nach zur KGS gewechselt.

Zu Spitzenzeiten besuchten um die 800 Schüler aus 28 Orten die Realschule Gieboldehausen – auch aus Duderstadt, als es dort noch keine Realschule gab. Auf den langjährigen Realschulrektor Adalbert Dölle folgten ab 1977 Lothar Koch, Reinhard Schermann, Erhard Kolle, Joachim Schmelzer und Daniela Breckerbohm als Schulleiter.

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