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Abwasser-Pumpstation muss erneuert werden

Notstromanlage Abwasser-Pumpstation muss erneuert werden

Viel Geld hat die Samtgemeinde Gieboldehausen bereits in ihr Kanalnetz pumpen müssen. Dazu gehörte auch der Bau einer neuen Abwasser-Druckleitung von der Wollershäuser Pumpstation zum Gieboldehäuser Klärwerk vor vier Jahren. Jetzt soll die Pumpstation selbst saniert werden.

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Vor vier Jahren an neue Druckleitung angeschlossen: Jetzt ist die Pumpstation Wollershausen selbst sanierungsbedürftig.

Quelle: Blank

In Zeiten der Krise und kommunaler Verschuldung steht die Samtgemeinde vor besonderen Herausforderungen. Die Infrastruktur sei in allen Bereichen in die Jahre gekommen, betonte Bürgermeister Reinhard Grobecker (CDU) im jüngsten Bauausschuss und sprach von einem Sanierungsstau. 

Darunter fällt auch die Mitte der 70-er Jahre erichtete Pumpstation Wollershausen, die das Schmutzwasser des 450-Seelen-Ortes durch die rund drei Kilometer lange Druckleitung zum kommunalen Klärwerk nach Gieboldehausen pumpt. Die technische Erstausstattung ist marode, die Störanfälligkeit nimmt zu. Mittlerweile müssen die Pumpen mehrfach pro Woche ausgebaut und gereinigt werden, da sonst kein Wasser mehr in die Druckleitung gepumpt wird. Und nicht nur die Technik, auch das Gebäude selbst –  vom vermoosten Dach bis zu den Fliesen – ist sanierungsbedürftig.

Für die Erneuerung der Station sind im Etat vorsorglich 75000 Euro veranschlagt worden. Doch die reichen bei Weitem nicht aus. Die Kostenschätzung des Architekturbüros, das die Anlage geplant und seit Inbetriebnahme betreut hat, beläuft sich auf fast 170000 Euro. Angesichts der als Tischvorlage verteilten Kostenaufstellung musste das eine oder andere Bauausschussmitglied erst einmal schlucken.

Um  die Kostendimension zu verdeutlichen, verwies Fachbereichsleiter Helmut Greisler, der auch Vorsteher des Abwasserverbandes Eller-Rhume ist, auf die in den vergangenen zwei Jahren erneuerten Pumpstationen in Rüdershausen und Hilkerode:  Für die Rüdershäuser Station musste der Verband 190000 Euro investieren, für die in Hilkerode 276000 Euro. 

Absicherung für Ernstfall

In Wollershausen würde allein die Erneuerung des Notstromaggregates, das bislang immer nur für kurze Zeit einmal zum Einsatz kam, mit rund 62000 Euro zu Buche schlagen. Die Station ist mit einer fest installierten und automatisch anspringenden Notstromanlage versehen, ohne die es im Ernstfall zum Himmel stinken würde. Zudem könnte ohne diese Absicherung Schmutzwasser über die Vorfluter in Gräben und Bäche gelangen. Notstrom müsse grundsätzlich vorhanden sein, meinte Greisler, hält aber auch ein kostengünstigeres mobiles Aggregat für denkbar.

Im Fachausschuss einigte man sich darauf, das Ingenieurbüro mit Ausschreibung der Arbeiten zu beauftragen, die Ausschreibung aber in zwei Lose aufzuteilen und separat über das Notstromaggregat zu entscheiden. Grobecker hofft, dass die Kosten noch reduziert werden können: „Wir haben nicht viel Spielraum“.

                                                                                                      Von Kuno Mahnkopf

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