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Abwasserfrage bleibt ungeklärt

Eichsfelder Zweckverband als Perspektive Abwasserfrage bleibt ungeklärt

Im Abwasserbereich bleibt in der Samtgemeinde Gieboldehausen vorerst alles beim Alten. Die Absicht, die Schmutzwasserbeseitigung an den Wasserverband Peine zu übertragen, ist jetzt endgültig ad acta gelegt worden.

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Noch im Trüben: Zusammenfluss durch Zusammenschluss.

Quelle: CM

Am Ziel eines gemeinsamen Abwasser-Zweckverbandes Untereichsfeld als Alternative wird zwar ebenso wie in Duderstadt festgehalten, gegenwärtig kommt aber auch die Eichsfelder Lösung nicht zum Tragen. Diesem einstimmigen Beschluss im Finanzausschuss ging ein Gutachten voraus, das unter anderem eine zentrale Kläranlage in bis zu 20 Jahren in Bilshausen beinhaltet.

In dem Gutachten geht es um die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Verbundlösung mit Duderstadt und der Samtgemeinde Radolfshausen in Kooperation mit den Eichsfelder Wirtschaftsbetrieben (EWB) und regionalen Abwasserbänden. Die bergen aus Sicht der Kommunalpolitiker noch zu viele Unwägbarkeiten. „Das Gutachten hat nicht ganz überzeugt“, sagt Bürgermeister Reinhard Grobecker (CDU). Langfristig sei eine für die Bürger günstigere Gebührensituation zu erwarten, kurz- bis mittelfristig würden die Kosten durch die Umstrukturierung aber steigen. Dass die Samtgemeinde sich die interkommunale Option offenhält, wurde im Ausschuss einhellig begrüßt. „Qualifiziertes Personal und technisches Know-How sind vorhanden“, plädiert Otmar Pfeifenbring (SPD) für eine Eichsfelder Lösung: „Wir müssen aber irgendwann in die Gänge kommen.“ Georg Freiberg (CDU), der auch stellvertretender Vorsitzender des Abwasserverbandes Seeburger See ist, verweist auf die langsam bröckelnde Ehrenamtlichkeit in den kleinen Verbänden: „Ein Zusammenschluss wäre auf Dauer wirtschaftlicher.“ Egbert Hundeshagen (CDU) weist den Eindruck von Stillstand zurück: „Der jetzt gefasste Beschluss bringt keinerlei Gebührennachteile für die Bürger.“

Das Bestreben, Kosten und damit auch Abwassergebühren für die Bürger zu reduzieren, hatte vor zwei Jahren die Dämme für eine Diskussion über neue Strukturen geöffnet. Die Samtgemeinde unterhält neben sämtlichen Regenwasserkanälen in ihrem Bereich in Gieboldehausen das einzige kommunale Klärwerk im Altkreis Duderstadt sowie das Schmutzwassernetz in Wollershausen und im Flecken. Wegen des ständigen Investitionsbedarfes für das marode Kanalnetz und der Kläranlage für nur zwei Orte wurde zunächst überlegt, den Abwassersektor an den Wasserverband Peine zu übertragen. Das stieß auf politische Kritik und wurde dann erst einmal zurückgestellt. Stattdessen stellte die EWB, die in der Vergangenheit eine Übernahme des Gieboldehäuser Klärwerks aus steuerrechtlichen Gründen verworfen hatte, eine Eichsfelder Lösung in Aussicht.

ku

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