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„Abwasserverband Seeburger See“ ist 50 Jahre alt

Endstation Klärwerk „Abwasserverband Seeburger See“ ist 50 Jahre alt

„Während vielerorts von interkommunaler Zusammenarbeit gesprochen wird, haben dies die Gemeinden vor Ort bereits vor 50 Jahren umgesetzt“, betonte Rollhausens Bürgermeister Reinhard Scharf (CDU). Im September 1964 gründete sich der „Abwasserverband Seeburger See“, am Donnerstag feierten die Mitglieder im Klärwerk Rollshausen.

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50 Kilometer Leitungsnetze und zehn Hebewerke führen die Abwasser aus 18 Orten ins Klärwerk Rollshausen.

Quelle: Richter

Rollshausen. „Sauber und günstig“ präsentiert sich der Verband, trotz des verbreiteten Stöhnens über Erhöhung. Im Gegenteil: 2,35 Euro koste der Kubikmeter – unverändert seit 20 Jahren. Auch die 1200 DM, die für einen Anschluss fällig wurden, hörten sich nicht hoch an, aber, so berichtet Helmut Albrecht: „Das waren damals rund drei Monatsverdienste eines Handwerkers.“

Albrecht, mittlerweile ehrenamtlicher Geschäftsführer des Abwasserverbandes, kann selbst 45 Jahre Revue passieren lassen.  Viel habe sich getan: Aus dem einstigen Wasser- und Wohnverband, der sich mit zehn Orten des Landkreises Duderstadt und fünf Gemeinden des Landkreises Göttingen gründete, ist ein Verbund entstanden mit einem Gebiet von Waake bis Breitenberg.

50 Kilometer Leitungsnetze und zehn Hebewerke führen die Abwasser aus insgesamt 18 Ortschaften dem Klärwerk Rollshausen zu. Betriebsleiter Norbert Bode und Verbandsingenieur Friedel Meyer haben dabei nicht nur die Becken im Blick. In der Schaltzentrale des Klärwerkes sehen sie Belastung des Wassers in den Becken, aber auch Störmeldungen in fast 3000 Kontrollschächten der Region.

Verbesserte Gewässergüte

„Wir haben die vergangenen 14 Jahre eigentlich keine größeren Probleme gehabt“, sagte Meyer. Das geklärte Abwasser leiten die Rollshäuser in die Suhle. Deren Gewässergüte verbesserte sich mit den Jahren um zwei Klassen. „Ja, wir haben auch mit Scheiße zu tun“, so Norbert Bode, tatsächlich aber sei Klären ein hochtechnischer Ablauf. „Wenn wir alles richtig machen, riecht man nichts“, so Bode.

Hennies, Geschäftsführer des Wasserverbandstages Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, warnte in seinem Vortrag vor zwei Gefahren: „85 Tonnen Diclofenac sind im Rhein“, nannte er eine drastische Zahl. Wichtiger und günstiger als eine weitere vorgeschriebene Klärstufe, wäre die Vermeidung problematischer Abwasser.

Die andere Warnung griff auch Verbandsingenieur Meyer auf. Hacker-Angriffe auf die Computersysteme könnten zunehmen. „Unser System ist zwar autark“, so Meyer,“ aber die IT-Sicherheit müsste noch einmal überdacht werden.

Von Gunnar Müller

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