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Achim Tacke leitet Dreharbeiten für NDR in Duderstadt

Ein Regisseur bei der Arbeit Achim Tacke leitet Dreharbeiten für NDR in Duderstadt

Ein Sturm tobt über der Region. Nicht nur die Bürger Duderstadts leiden unter Tief Niklas, auch das NDR-Fernsehteam um Regisseur Achim Tacke muss sich auf schwierigen Drehbedingungen einstellen.

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Bei den Dreharbeiten.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Für die Sendung Landpartie ist das Team nämlich in Duderstadt und Umgebung unterwegs, um die schönen und interessanten Ecken der Fachwerkstadt „in den Kasten zu bekommen“. Bei strömendem Regen, wechselnden Lichtverhältnissen und unberechenbaren Windböen ist das kein leichtes Unterfangen.

Eigentlich wollte Tacke einen Beitrag bei der Heinz-Sielmann-Stiftung in Gut Herbigshagen filmen: „Da oben fliegen wir momentan weg“, begründet er die Umstellung seines Drehplans. Spontan habe er sich entschlossen den Dreh im Duderstädter Rathaus vorzuziehen und den Stiftungs-Dreh bei besseren Wetterverhältnissen nachzuholen. Der routinierte Filmemacher stellt klar: „So eine Umlegung passiert regelmäßig. Kein Problem.“

Der Regisseur, der auch das Drehbuch zur Landpartie in Duderstadt verfasst hat, ist gut über Land und Leute informiert. „Bevor ich das Drehbuch schreibe, recherchiere ich natürlich“, erklärt er. Dazu nehme er Kontakt zur Stadt auf und informiere sich eingehend über deren Besonderheiten. Dann, wenn das Drehbuch steht, werde der Drehplan angefertigt und die einzelnen Szenen komponiert.

Die Rathausszene steht an: Christian Zöpfgen, Leiter des Fachdienstes Tourismus, geht, in ein Gespräch vertieft, mit Moderatorin Heike Götz die Rathaustreppe hinab. Das Team aus zwei Kameramännern, einem Assistenten, einem Tonmann und einer Makeup-Artistin steht bereit. Tacke gibt kurze Regieanweisungen: „Ihr kommt die Treppe runter und geht links aus dem Bild.“ Das Team weiß laut Tacke was zu tun ist. Dann wird gefilmt.

Durch seine langjährige Erfahrung kann Tacke sogar während der Aufnahmen auf Fragen des Tageblattes eingehen und seine Arbeit als Autor und Regisseur skizzieren. Anhand der Dreharbeiten im Duderstädter Ursulinenkloster erklärt er, wie er eine Szene komponiert und Stimmung transportiert. „Die Szenen im Kloster mussten epische sein“, sagt er.

Lange Schnitte, langsame Bewegungen, nicht zu hektische Einstellungen und die Musik spiele eine entscheidende Rolle. Der Ort habe schon eine besondere Wirkung, diese müsse durch die Bilder zum Tragen kommen.

Heike Götz, Moderatorin der „Landpartie“, über das Eichsfeld

Hat der Sturm in Duderstadt ihren Drehtag durcheinandergebracht?
Nein. Man muss solche Faktoren immer nehmen wie sie kommen. Also, warm anziehen und die Drehtermine schieben bis das nächste Sonnenloch kommt.

Haben Sie, seit Sie hier sind, schon etwas über Duderstadt erfahren, das ihnen nicht bekannt war ?
Ich war ja bereits hier, ich glaube 2003. Da haben wir schon mal eine Landpartie über das Eichsfeld gedreht. Seinerzeit haben wir auch in Duderstadt gewohnt, deshalb kenne ich mich hier ein bisschen aus. Das Ursulinenkloster kannte ich beispielsweise noch nicht. Das finde ich total spannend.

Und, wie gefällt ihnen das Eichsfeld ?
Die Landschaft ist total schön, dieses leicht Geschwungene und natürlich Duderstadt als Fachwerkstatt gefällt mir sehr. Das ist schon eine Perle, muss man sagen. Ich hab auch noch keine Bausünde in der Stadt entdeckt.

Wie sind Sie zum Beruf Moderatorin gekommen?
Eigentlich war es schon immer mein Berufswunsch. Ich wollte  immer Schauspielerin oder Journalistin werden, und über ein paar Umwege bin ich es dann schließlich geworden. Ich habe als Nachrichtensprecherin angefangen, dann ein Volontariat beim Fernsehen gemacht und anschließend bei einem regionalen Radiosender erste Erfahrungen mit Moderation gesammelt. Während der Ausbildung, die sowohl Radio- als auch Fernseharbeit beinhaltete, konnte ich dann auch mal vor die Kamera. 1999 wurde ich dann zum Casting für die Landpartie eingeladen. 

Werden Sie oft auf der Straße angesprochen und welche Erfahrungen haben Sie dabei gesammelt?
So oft passiert das nicht. Hin und wieder werde ich angesprochen, weil die Leute denken, sie kennen mich. Dann bekomme ich ein freundliches „Guten Tag“, so wie man jemanden grüßt, den man kennt. Manche fragen mich auch: „Mensch, kennen wir uns nicht irgendwo her?“ In 99,9% der Fälle ist es immer freundlich. Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, dass mal einer doof war.

Was würden Sie Menschen raten, die auch Moderator werden wollen?
Das ist nicht so einfach, eine Sache die man kaum planen kann. Ich glaube der Weg geht über ein Volontariat bei einer Fernsehstation. Es gehört natürlich auch Glück dazu, ob im Moment gerade eine Moderatorenstelle frei ist. Ansonsten hilft die persönliche Eignung und eine professionelle Ausbildung.

Interview: Kay Weseloh

Landpartie am Freitag
Heike Götz radelt am Karfreitag, 3. April, um 20.15 Uhr erneut mit ihrem roten Fahrrad durch eine Folge der Landpartie, die im NDR-Fernsehen übertragen wird. Dieses Mal geht es um „Ostern an der Schlei“. Unter anderem besucht Götz den Holländerhof von Gretchen Bartels und lässt sich von John Langley die Schönheit der Frühblüher näherbringen. Die Folge der Landpartie in Duderstadt wird Ostern 2016 ausgestrahlt.
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©Richter