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Auf „gelben Füßen“ sicher um Duderstadt unterwegs

Sichere Schulwege Auf „gelben Füßen“ sicher um Duderstadt unterwegs

Seit dem 5. August sind im Eichsfeld wieder Schulanfänger unterwegs. Um die Kinder für die Risiken des Straßenverkehrs zu sensibilisieren, geht Dierk Falkenhagen vom Polizeikommissariat Duderstadt in die Grundschulen der Region. Start war am Donnerstag in Mingerode.

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Dierk Falkenhagen weist Schüler der Grundschule Mingerode auf Gefahren im Straßenverkehr hin.
 

Quelle: mze

Mingerode.  Seit dem 5. August sind im Eichsfeld wieder viele Schulanfänger unterwegs. Um die unerfahrenen Verkehrsteilnehmer für die Risiken des Straßenverkehrs zu sensibilisieren, geht Dierk Falkenhagen vom Polizeikommissariat Duderstadt in die Grundschulen der Region. Start war am Donnerstag in Mingerode.

Der Kontaktbereichsbeamte und Präventionsbeauftragte veranstaltet aber keinen trockenen Theorieunterricht mit den Kindern. Falkenhagen geht mit den Kindern ihren Schulweg ab, zeigt ihnen, wie sie die Straße richtig überqueren und worauf sie achten müssen, um sicher im Verkehr zu bestehen. „Es geht um Verkehrserziehung, um Unfälle zu vermeiden“, bringt der Beamte sein Anliegen auf den Punkt. Als Hilfsmittel dienen ihm dabei die „gelben Füße“ auf dem Gehweg. Diese werden während der Ferien mit Schablonen und Sprühfarbe markiert oder erneuert und zeigen den Kindern, an welchen Stellen sie stehenbleiben und besonders achtsam sein müssen, erklärt Falkenhagen. Insgesamt gebe es solche Hilfsmarkierungen in 30 Orten der Gemeinden Duderstadt, Gieboldehausen und Radolfshausen.

Landesweite Aktion

Bei dem Programm „Kleine Füße - sicherer Schulweg“ handelt es sich um eine landesweite Aktion, die von der Landesverkehrswacht, dem Land Niedersachsen, dem ADAC und der Polizei initiiert wird, erklärt Falkenhagen. Dabei gehe es jedoch nicht nur um die Kinder, sondern alle Verkehrsteilnehmer sollen für den Verkehr sensibilisiert werden. „Schön wäre es, wenn Autofahrer, sobald sie die gelben Füße auf der Straße sehen, vorsichtiger fahren, weil sie wissen, dass Kinder in der Nähe sein könnten.“ Vor allem Schulen, die an Bundesstraßen liegen, wie die Grundschule Mingerode, gehörten zur Zielgruppe der Aktion, sagt der Polizist.

Eltern in Verkehrserziehung einbinden

Bei der Verkehrserziehung sei es auch wichtig, die Eltern einzubinden, betont Antje Kopp, Leiterin der Grundschule Mingerode. Die Zeit vor der Einschulung sollte von den Eltern genutzt werden, um mit den Kindern schon einmal den Schulweg abzugehen, erklärt sie. Für die Unterstützung der Polizei ist Kopp dankbar: „Wir freuen uns, Herrn Falkenhagen seit Jahren dabei zu haben.“

Lauter kleine Hilfspolizisten

Seit vier Jahren versuche er mittlerweile schon, den Schulweg mit Hilfe der „gelben Füße“ sicherer zu machen, erzählt der Beamte. In der Präventionsarbeit sei er bereits seit zehn Jahren tätig. Besonders zufrieden ist Falkenhagen mit den ausgesprochen niedrigen Unfallzahlen in der Region. „Verkehrsunfälle mit Kindern kommen bei uns fast nicht vor“, erzählt der Polizist. Das liege neben der Verkehrserziehung in der Schule und durch Verkehrssicherheitsaktionen auch an den Eltern, die sich nach seiner Erfahrung meistens vorbildlich gegenüber ihren Kindern verhielten. „Oft erziehen auch die Kinder ihre Eltern und Großeltern, wenn die sich im Verkehr nicht richtig benehmen“, sagt Falkenhagen. Er fordere die Schüler stets auf, das Gelernte an Freunde, Geschwister - oder eben an die Eltern - weiterzugeben. So ist es am Donnerstagmorgen auch mit den Schülern der Mingeröder Grundschule, denen der Beamte die Gefahren ihres Schulwegs zeigt. „Ihr seid jetzt alle kleine Hilfspolizisten“, sagt der Präventionsbeauftragte. „Erzählt euren Eltern, was ihr gelernt habt.“

Von Maximilian Zech

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