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Aktionsbündniss zur Rettung der Geburtshilflichen Abteilung

Krankenhaus St. Martini in Duderstadt Aktionsbündniss zur Rettung der Geburtshilflichen Abteilung

Die Geburtshilfliche Abteilung im Krankenhaus St. Martini in Duderstadt steht auf der Kippe. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt will das nicht hinnehmen. Nachdem sie eine Online-Petition initiert hatte, steht jetzt die Gründung eines Aktionsbündnisses bevor.

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Doris Glahn

Quelle: r

Duderstadt. „Die Entscheidung des Krankenhausträgers, die Abteilung zum 30. Juni schließen zu wollen, kam für uns überraschend, nachdem erst wenige Tage zuvor über die positive Entwicklung und Ausbau des Krankenhauses mit erheblichen Fördermitteln des Landes ebenso wie über die die positive Entwicklung der Gewinnsituation in den letzten Jahren und die hohe Auslastung berichtet wurde“, erklärt Fraktionsvorsitzende Doris Glahn. „Die SPD-Fraktion hofft auf eine positive Wendung in Sachen Erhalt.“

Ziel: 5000 Unterschriften

Daher habe sie eine Online-Petition gestartet: „Die Resonanz ist überwältigend“, sagt Glahn. In den ersten 48 Stunden hätten 3500 Unterstützer die Petition unterzeichnet. Ziel sei es, 5000 Unterschriften zu erhalten. Am Donnerstagmorgen seien es 4000 gewesen. Unterschriftenlisten seien auch in Arztpraxen, Geschäften und an anderen Orten ausgelegt.

„Als nächster Schritt ist die Gründung eines Aktionsbündnisses geplant, um mit kreativen, überzeugenden Aktionen für das Anliegen der Petition zu werben und weitere Unterstützer zu gewinnen“, so Glahn. Ein erstes Treffen sei am Mittwoch, 4. Januar, um 18 Uhr im Malteser-Schulungszentrum Duderstadt geplant.

Wohnortnahe medizinische Versorgung

„Wir werden alle Möglichkeiten ausloten, um die Geburtshilfe in Duderstadt und eine wohnortnahe medizinische Versorgung zu erhalten und Schwangeren weite und mit Risiken verbundene Wege zur nächsten Geburtshilfe zu ersparen“, begründet Glahn das Engagement.

Sie verweist auf das Leistungsspektrum der Abteilung, die Beratungen und vorgeburtliche Diagnostik, Hebammensprechstunden und Geburtsvorbereitungskurse ebenso anbiete wie die Entbindung selbst. „Wenn die Abteilung erst geschlossen ist, wird diese Fachkompetenz auch nicht mehr vor Ort vorhanden sein und Duderstadt verliert ein ganz wichtiges Stück Infrastruktur.“

Info
Die Petition ist unter openpetition.de/petition/online/erhalt-der-geburtshilfe-im-st-martini-krankenhaus-duderstadt zu finden. „Auf dieser Internetseite wird auch laufend über neue Entwicklungen berichtet, eine Pro-und-Contra-Debatte kann verfolgt werden sowie die Kommentierungen von Unterstützern“, erklärt Glahn.
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Von Redakteur Nadine Eckermann

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