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Aktuelle Themen beim Volkstrauertag

Gedenken Aktuelle Themen beim Volkstrauertag

Das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt hat auch nach den Weltkriegen im 20. Jahrhundert beklemmende Aktualität behalten. Mit einer ökumenischen Andacht am Sonntag, 13. November, beginnen in der St.-Servatius-Kirche die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag.

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Quelle: GT

Duderstadt. „Es geht heute nicht mehr nur um die Toten in den Weltkriegen, das Blickfeld verändert sich. Wir gedenken auch der Verstorbenen in Afghanistan, Aleppo, Mosul oder der Ertrunkenen im Mittelmeer, die vor der Gewalt und vor Kriegen geflohen sind“, sagt Propst Bernd Galluschke, der am Sonntag die Predigt in der ökumenischen Andacht halten wird.

Mahnender Tag

Auch Pastorin Christina Abel betont die traurige Aktualität des Volkstrauertages. „Die Kriegsgräber hinterlassen eine Botschaft, nämlich dass so etwas nie wieder passieren sollte. Der Frieden steht im Mittelpunkt. Die Zahl derer, die im zweiten Weltkrieg ihre Kameraden verloren haben, nimmt ab. Heute gewinnt der Volkstrauertag mehr als mahnender Tag an Bedeutung“, sagt die Pastorin.

Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) ist zugleich Vorsitzender des Duderstädter Ortsverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und lädt Mitbürger, Vereine und Verbände zu den Feierlichkeiten in der Unterkirche und zur Teilnahme am Schweigemarsch zum Ehrenmal am Obertor ein. Dort werden nach einem Wortbeitrag unter der musikalischen Begleitung des Blasorchesters Duderstadt Kränze zum Gedenken der Opfer niedergelegt.

„Hier gibt es auch einen klaren Bezug zur Gegenwart, zu den Aufmärschen und Demos in Duderstadt“, sagt Nolte. Mit dem Besuch der Feierlichkeiten sei ein Zeichen gegen Krieg, Intoleranz und Gleichgültigkeit gesetzt, so Nolte in der öffentlichen Einladung der Kriegsgräberfürsorge.

Einladung an alle Bürger

Weiterhin heißt es dort: „Die gegenwärtige weltpolitische Lage zeigt, dass das Streben nach Frieden eine dringende und elementare Aufgabe aller Staaten ist, wenn Mensch und Natur dieses Jahrhundert überleben sollen.“ Der Volkstrauertag sei kein staatlich verordnetes Gedenken, sondern eine Einladung an alle Bürger, sich der millionenfachen Toten der Kriege zu erinnern.

In diesem Jahr solle das ökumenische Glaubensbekenntnis, das 1990 auf der ökumenischen Weltversammlung von Seoul formuliert wurde, gemeinsam gesprochen werden, kündigt Abel an. Karl Wurm wird während der Andacht die Orgel spielen. Beginn ist um 17 Uhr in St. Servatius.

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