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Almauftrieb des Harzer Roten Höhenviehs auf Gut Herbigshagen

Eichsfeld trifft Harz Almauftrieb des Harzer Roten Höhenviehs auf Gut Herbigshagen

„Eichsfeld trifft Harz“ lautet das Motto am Sonnabend, 18. April, auf Gut Herbigshagen. Dann steht der Almauftrieb des Harzer Roten Höhenviehs an. Zugleich soll es in der Hofküche einen Frühjahrsempfang geben, kündigt Christoph Neumann an, der bei der Heinz-Sielmann-Stiftung die Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit betreut.

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Andrang beim Almauftrieb: Unter den Augen der Zuschauer wird das Harzer Höhenvieh auf seine Sommerweiden gebracht.

Quelle: EF

Duderstadt. Um 13 Uhr sollen sich die Tore für 24 Kühe und Rinder öffnen. Dabei beginnt der Viehaustrieb des Harzer Roten Höhenviehs mit einigen ungewöhnlichen Lauten: Zunächst nämlich gibt es den Harzer Hirtenruf. Zuständig wird dafür Wolfgang Beuse vom Verein zur Erhaltung der Harzkuh und der Harzziege sein. Begleitet werden soll er von Wolfgang Hoffmann. Er gehört der Oberharzer Brauchtumsgruppe „Die Lerbachtaler“ an.

Beide lassen die Tradition rund um das Harzer Höhenvieh aufleben und moderieren den für die Tiere großen Moment, bevor sie wieder frisches Grün der Weiden unter ihren Klauen spüren können. Musikalisch begleitet wird das Ereignis durch alte Weisen und Hirtenlieder aus der Harzregion, die der Harzklub-Zweigverein Rhumspringe vorträgt. Für die Zuschauer dürfte das Ereignis, wie schon in den vergangenen Jahren, nicht nur in akustischer, sondern auch in optischer Hinsicht etwas Besonderes werden. „Aus diesem Grund veranstaltet die Heinz-Sielmann-Stiftung einen Fotowettbewerb“, kündigt Neumann an. 

Das Rote Höhenvieh ist die älteste und traditionsreichste Mittelgebirgsrasse Deutschlands. Sie geht wahrscheinlich auf das rote einfarbige germanisch-keltische Rind zurück, durch vielfache Kreuzung bis zum Mitteldeutschen Rotvieh und heutigem Roten Höhenvieh. Die ersten „roten Ahnen“ lebten schon in vorchristlicher Zeit.

Im Harz stellte die Haltung des Roten Höhenviehs neben der Waldwirtschaft und dem Bergbau eine wichtige Lebensgrundlage dar. Dem ersten Viehaustrieb kam im nördlichsten Mittelgebirge nach langen beschwerlichen Wintern eine besondere Bedeutung zu. Der Almauftrieb wird seit jeher feierlich begangen.

Daher treffen Harz und Eichsfeld am Sonntag am Naturerlebniszentrum auch kulinarisch aufeinander: Die Gut Herbigshagener Hofküche bietet Lumpen un Lüse, deftige Harzer Käsebrote und Eichsfelder Kartoffelsuppe an.

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