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Alte Apfelsorten munden auch Allergikern

Streuobstwiesentag auf Gut Herbigshagen Alte Apfelsorten munden auch Allergikern

Alte Apfelsorten sind wieder im Kommen. Das Interesse an ihnen ist enorm, wie sich am Sonntag auf Gut Herbigshagen bei Duderstadt gezeigt hat. Über 1000 Besucher kamen zum ersten Streuobstwiesentag.

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Abstecher in die Streuobstwiese: Besucher informieren sich auf Herbigshagen über Apfelbäume und Sorten.

Quelle: Blank

Herbigshagen. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Göttingen hatte die Heinz-Sielmann-Stiftung von 11 bis 17 Uhr in die Streuobstwiesen eingeladen. Alle zwei Jahre soll die Veranstaltung künftig auf Herbigshagen stattfinden. „Natürlich nicht in Konkurrenz zum Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt, sondern in Vorschau und Ergänzung“, merkte Holger Belz von der Sielmann-Stiftung kurz nach der Eröffnung an. In den ungeraden Jahren sei der Tag jeweils auf dem Gelände der ökologischen Baumschule Walsetal in Dietzenrode im Obereichsfeld vorgesehen.

Ulrike Läsker-Bauer, Betreiberin der Baumschule und Mitinitiatorin des Streuobstwiesentags, stand auf Herbigshagen allen Interessierten Rede und Antwort und hatte Bäumchen zum Pflanzen mitgebracht. Kirsten und Thomas Bertels aus Desingerode und deren Kinder erkundigten sich bei der Baumexpertin gezielt nach alten Sorten. Auf viele Apfelsorten reagierten sie allergisch, gaben die Besucher zu verstehen.

Andere Sorten und andere Geschmacksrichtungen

„Viele Menschen fragen wegen ihrer Allergien nach alten Apfelsorten“, berichteten Hubertus Rölleke und Stefanie Weigelmeier am Nachbarstand des Landschaftspflegeverbandes. Ein Dutzend alter Sorten präsentierten sie auf einem Tisch, unter ihnen der Glockenapfel Alter Winter oder auch einige Apfelsorten mit majestätischen Bezeichnungen wie Gelbe Königsrenette und  Großherzog Friedrich von Baden. „Für viele Menschen sind alte Apfelsorten aus Streuobstwiesen verträglicher als Sorten aus dem Ertragsanbau“, sagte Röllecke.

Ulrike und Wilfried Jung schlenderten mit ihrem Hund durch das Ausstellungsgelände am Rand der Streuobstwiesen. „Zuhause haben wir auch Apfelbäume im Garten“, sagten die Gieboldehäuser. „Gern probieren wir auch einmal andere Sorten und andere Geschmacksrichtungen aus.“
„Ab in die Streuobstwiesen“, sagten sich viele Besucher, die das Programmangebot von Führungen annahmen.

Neben Gerhard Schlie von der Heinz-Sielmann-Stiftung informierte Landschaftspfleger Rölleke die Teilnehmer über das Kulturgut Streuobstwiese. Mit seiner Saftpresse hatte Mitorganisator Belz beim Streuobstwiesentag gut zu tun. Er nahm die Äpfel an, die von den Bäumen heruntergefallen waren. Vor allem die Kinder hatten ihre Freude und lieferten zahlreiche Äpfel an.

Über 1000 Besucher beim Streuobstwiesentag auf Gut Herbigshagen: Alte Apfelsorten waren stark nachgefragt. © Iris Blank

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