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Altes Bahnhofsgelände in Duderstadt bekommt Parkplätze

„Lebendiges Denkmal“ Altes Bahnhofsgelände in Duderstadt bekommt Parkplätze

„Viele Eichsfelder erinnern sich mit Genuss an die Zeit, als der Bahnhof noch in Betrieb war und die Züge rollten“ , sagt Herbert Pfeiffer, Eisenbahnliebhaber und Unterstützer des Projektes „Areal Bahnhof“. Dass der Duderstädter Bahnhof nicht das Schicksal von vielen deutschen Bahnhöfen, die nicht mehr aktiv betrieben werden, teilen muss, erfreut Pfeiffer.

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Der nächste Bauschritt: Mehr als 30 Parkplätze entstehen auf dem geschotterten Streifen hinter dem Bahnsteig in Duderstadt.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. „Dieser Bahnhof ist ein lebendiges Denkmal mit Funktion“, sagt er. Andere stillgelegte Bahnhöfe seien zumeist dem Verfall ausgesetzt.

Das Projekt, das von Ottobock-Chef Hans Georg Näder initiiert wurde, ist weiter vorangeschritten, seit im vergangenen Jahr ein Speisewagen und ein  Schienenbus – „Roter Brummer“ genannt – auf dem Areal ihren Platz gefunden haben. Zunächst wurde hinter dem Gleisbett ein weiterer Bahnsteig gebaut.

In der Mitte des erhöhten, gepflasterten Steigs wurde eine historische Überdachung errichtet. Acht gusseiserne Säulen tragen ein getäfeltes Dach, unter dem drei Schirmlampen in klassischer Bahnhof-Optik hängen. Pfeiffer steht neben einer der Säulen und klopft begeistert an dessen Seite. „Einfach toll“, ist sein Urteil. Die Säulen seien bewusst gebraucht gekauft worden. Deren Alter und die mit Rost und abblätternder Farbe überzogene Oberfläche vermittelten einen rustikalen Charme.

Platz für 30 Autos

Hinter dem neu erbauten Bahnsteig befindet sich noch ein mehr als 100 Meter langer und zehn Meter breiter unbebauter Streifen, der ebenfalls zum Grundstück des Bahnhofsgeländes gehört. Für dessen Nutzung liegen nun Pläne vor. „Es werden Parkplätze angelegt“, sagt der Bauleiter des Areals, Bernd Kemmerling. 30 Autos sollen darauf Platz finden. Am Ende des Streifens werde ein Wendehammer angeschlossen. Die Zufahrt soll über den Parkplatz vor dem Bahnhof erfolgen.

„So schön, wie er heute aussieht, hat er nie ausgesehen“, sagt  Pfeiffer und freut sich über die Neugestaltung des Bahnhofgeländes. Die Atmosphäre, die besonders durch den Speisewagen und den Schienenbus entstanden sei, erwecke ein Stückchen Eisenbahngeschichte zum Leben.

Was nach dem Bau der Parkplätze und deren Erschließung auf dem Eisenbahn-Areal geschehe, bleibe abzuwarten. Pfeiffer könnte sich vorstellen, noch die ein oder andere Dekoration zum Gelände hinzuzufügen. Er wolle jedoch keine konkreten Vorschläge machen, da die Bauleitung aus seiner Sicht bereits tolle Arbeit geleistet habe und er sich nicht in die weiteren Pläne einmischen wolle.

Auf Nachfrage lässt Pfeiffer dann aber doch einen kleinen Hinweis fallen: „Gegen den Aushang von ein paar historischen Fahrplänen hätte ich nichts einzuwenden.“

Von Kay Weseloh

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