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Quelle zum Krafttanken

Altpropst Wolfgang Damm spricht über Glaubensorte Quelle zum Krafttanken

Glaubensorte im Untereichsfeld hat Altpropst Wolfgang Damm den Teilnehmern des offenen Seniorentreffs im Lorenz-Werthmann-Haus vorgestellt. Er führte die Teilnehmer zu Kraftquellen der Vergangenheit und Gegenwart auf den Höherberg und nach Renshausen.

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Altpropst Wolfgang Damm.

Quelle: R

Duderstadt. Damm wies zu Beginn daraufhin, dass in Kürze von Anselm Grün ein Buch über „Kraftorte“ erscheinen werde, in dem der Benediktinerpater Orte vorstellen werde, in dem die Menschen Kraft schöpfen könnten. Auch im Eichsfeld gebe es Orte, die für die Menschen solche Quellen seien, „wo man hinkommen kann, sich ausruhen, schauen, stille werden und den lieben Gott einfach wirken lassen kann“.

Nahes Wallfahrtsziel erleichtert Vierzehn-Heiligen-Verehrung

Der Wollbrandshäuser Pfarrer August Vocke habe 1850 erstmals darauf hingewiesen, dass der 242 Meter hohe Höherberg ein guter Platz für eine Kapelle sei. Er wollte den Eichsfeldern durch ein nahes Wallfahrtsziel die Vierzehn-Heiligen-Verehrung erleichtern. Bis 1855 sei eine Kapelle aus Sandstein entstanden, die 1902 durch einen Anbau erweitert worden sei.

Damm erinnerte daran, dass beim Bau der Kapelle noch kein Baum auf dieser exponierten Stelle gestanden habe. „Man hat dann Linden angepflanzt, um ein Blätterdach zu haben für die Leute, die sich dort oben versammeln, dass die nicht in der prallen Sonne stehen.“

Der Altpropst erläuterte den Zuhörern anhand von Bildern die Ausstattung der Kapelle mit den Darstellungen der 14 Nothelfer und verwies darauf, dass auf dem Höherberg in den 60er Jahren ein großer Süßwasserhochbehälter für die Wasserversorgung eingerichtet worden sei.

Gnadenbild und Kreuzweg

Zweite Station des Vortrags war Renshausen. Die Zuhörer erfuhren, dass Bischof Bernward von Hildesheim das ganze Dorf, das ihm durch eine Erbschaft gehört habe, an das von ihm gegründete Michaels-Kloster in Hildesheim gegeben habe. In der Folge lebten mehrere Mönche und ein Prior als Benediktiner in dem Eichsfeld-Ort. Damm zeigte eine Aufnahme des Prioratsgebäudes und damit des Hauptgebäudes des von den Benediktinern errichteten Klosters. Die Fassade des Obergeschosses mache deutlich, wie in früheren Zeiten die handgeformten Backsteine in Mustern hingesetzt worden seien. Im Brunnenhaus lebe heute der pensionierte Pfarrer Heinz Peter Miebach. Damm kam auf das Gnadenbild des heiligen Joseph in der Wallfahrtskirche Mariä Geburt-Kirche zu sprechen und verwies auch auf den Kreuzweg im Klostergelände.

Der Seniorentreff ist am Donnerstag, 20. Oktober, um 15.30 Uhr zu Gast beim Projekt „Märchen der Völker“. Das Thema im Duderstädter Jugend- und Freizeittreff (JuFi) lautet „Litauen“.

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