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Am 15. 5. 15 sind Standesbeamte im Eichsfeld im Dauereinsatz

Hochzeiten Am 15. 5. 15 sind Standesbeamte im Eichsfeld im Dauereinsatz

Es gibt Daten, die sind beliebt für den Gang zum Standesamt. Der 15.5.15 gehört ganz sicher dazu. Dies macht sich auch in der Region bemerkbar.

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Der 15. Mai 2015 sorgt in den Standesämtern für Hochbetrieb.

Duderstadt. „Wir sind ausgelastet“, berichtet Ute Lenz, Leiterin des städtischen Standesamtes. Sechs Hochzeiten stehen am Freitag an. Das bedeutet: Dauereinsatz. Und dieser hat zur Folge, dass das Büro am Vormittag unbesetzt sein muss, wenn die Standesbeamten an den Trauorten unterwegs sind.

Drei davon gibt es in der Stadt:  Das Rathaus ist der Klassiker, die Kapelle auf der Heinz-Sielmann-Stiftung der idyllische Naturort und der Westerturm der historische Ort mit einem besonderen Ambiente. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten kann der Turm seit dem vergangenen Jahr wieder für Hochzeiten genutzt werden.

Der Ort werde von den Paaren danach ausgewählt, in welcher Umgebung sich die Partner wohlfülten, berichtet Lenz. Der Termin zunehmend danach, ob damit eine Erinnerung verbunden sei wie beispielsweise der Tag des Kennenlernens oder ob das Datum eine besondere Zahlenkombination mit sich bringe. Dies sei beim 15.5.15 der Fall.

Den 5.5.15 hätten nicht auffallend viele Paare gewählt. Ein möglicher Grund könne sein, dass es sich um einen Dienstag handelte. Der Freitag sei besser geeignet, um am Abend noch eine Feier stattfinden zu lassen.  

Der gesamte Mai sei beliebt, sagt Lenz, nicht nur, weil es sich um den „Wonnemonat“ und den traditionellen Hochzeitsmonat handele, sondern auch aus ganz pragmatischen Gründen: „Spätestens von Juli an sind viele im Urlaub.“ Damit alle Gäste mitfeiern könnten, wichen Paare gern auf den Mai und den Juni aus. Am Freitag werden es im Ganzen 23 Hochzeiten im Mai gewesen sein, sagt Lenz.
An diesem Tag werden drei Standesbeamte im Einsatz sein. Sie werden auch Paare unter die Haube bringen, die nicht aus Duderstadt kommen, darunter ein Paar aus Worbis und eines aus Bischofferode. Am Sonnabend habe sich sogar ein Paar aus Hannover angesagt, dem es in Duderstadt so gut gefallen habe, dass die Trauung hier stattfinden soll.

Übertrumpft wird die Stadt Duderstadt am 15.5. von der Samtgemeinde Gieboldehausen: Im Fachwerkschloss in Gieboldehausen werden die Standesbeamten Agneta Fütterer und Reinhard Roth von 10 bis 17 Uhr im Stundentakt sieben Eheschließungen vornehmen, zwei weitere Paare werden am Sonnabend getraut.

Über den „historischen  Tagesrekord“ freut sich Marlies Dornieden (CDU), Verwaltungschefin mit Lizenz zum Trauen – und betont, dass es keine „Massenabfertigung“ geben werde und jedes Paar sich auf seine ganz persönliche Trauung freuen dürfe. Die Brautpaare kommen aus Seeburg, Gieboldehausen, Bodensee, Bovenden, Nesselröden, Hannover und Desingerode. Das Fachwerkschloss sei auch für Auswärtige sehr beliebt als Trauort, der maigrüne Schlosspark bilde einen „wunderschönen Rahmen für Umtrunk und Fotos“. Seit vergangenem Jahr bietet die Samtgemeinde auf Wunsch auch freitags und sonnabends Trauungen an. Die Zahl der Trauungen konnte 2014 um 50 Prozent gesteigert werden, Heiratswillige können unter Telefon 05528/20260 Termine vereinbaren.

Nach einer Absage wegen einer Terminkollision wird in der kleineren Samtgemeinde Radolfshausen in Ebergötzen am 15.5. lediglich ein Paar aus Holzerode getraut – wegen der begrenzten Personenzahl in der Mühle im Rathaus. Eine weitere Trauung folgt am Sonnabend. „Immerhin kommen wir im Mai auf sechs Trauungen“, sagt Standesbeamtin Katharina Kerner und weist darauf hin, dass die Samtgemeinde bereits seit Jahren auch sonnabends Eheschließungen anbietet.

Von Nadine Eckermann und Kuno Mahnkopf

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