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Am Kutschenberg in Duderstadt sollen weitere Wohnungen entstehen

Lebenshilfe Am Kutschenberg in Duderstadt sollen weitere Wohnungen entstehen

Pünktlich zum Bürgerfest sollen die Arbeiten am Um- und Erweiterungsbau an der Begegnungsstätte der Lebenshilfe beginnen. Am Kutschenberg sollen rund 900 000 Euro investiert werden. Bereits seit Jahren habe sich der Vorstand mit dem Gedanken getragen, die Begegnungsstätte umzugestalten, berichtet Vorsitzender Manfred Thiele. Am Donnerstag, 10. September, soll nun mit dem Bau begonnen werden.

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Bauen im Bestanden für Bewohner und Besucher: Am Kutschenberg soll sich von der kommenden Woche an etwas tun.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Zunächst habe der Verein eine grundlegende Neuausrichtung der Begegnungsstätte geplant gehabt, berichtet Thieles Stellvertreter Martin Vollmer. Sechs bis acht zusätzliche Wohnungen plus eine Tagespflege für behinderte Senioren sollten zunächst auf dem Lebenshilfe-Gelände entstehen. „Das Vorhaben hätte den Rahmen gesprengt“, erklärt Vollmer. Außerdem sei es nicht das Anliegen der Lebenshilfe gewesen, bestehenden Institutionen den Rang abzulaufen.

Also habe man sich für eine kleine Lösung entschieden, von der alle Bewohner und Besucher des Hauses profitieren sollen: Es wird im Bestand gebaut. Zum einen soll eine Unterstellmöglichkeit für die Fahrzeuge entstehen, die derzeit bei jedem Wetter im Freien stehen. Außerdem steht eine Veränderung im Eingangsbereich an: Dort soll eine automatische Tür eingebaut werden, im Windfang sollen Bewohner und Gäste zudem die Möglichkeit bekommen, sich zu setzen. Dort soll auch ein Info- Bereich eingerichtet werden, erklären die Vorsitzenden.

Die nächste Baustelle soll die Teeküche betreffen. Dort sei die Situation aktuell beengt. „Vier Leute im Raum, und die Küche ist rappelvoll“, bringt es Thiele auf den Punkt. Mit der Vergrößerung sollen auch Umbauten dahingehend vorgenommen werden, dass Arbeitsplatten und Utensilien vom Rollstuhl aus erreichbar sind. Ebenfalls zur rollstuhlgerechten Nutzung soll der Garten umgestaltet werden. „Zudem sollen Zusammenarbeiten mit Kindergärten und Schulen möglich werden“, erklärt Thiele. Der Bereich Ambulant betreutes Wohnen soll ebenfalls erweitert werden. Bisher standen sieben Wohnungen zur Verfügung, zukünftig sollen es 11 sein, wobei neun für Einzelpersonen geeignet sein sollen und zwei für Paare. „Der Bedarf ist da“, begründet Vollmer.

Außerdem sei geplant, die Struktur in den Lagerräumen zu ändern und einen Kreativbereich entstehen zu lassen, der flexibler nutzbar ist. „Derzeit müssen wir für jedes Angebot die Materialien in den Raum bringen und anschließend wieder wegräumen“, erklärt Thiele. Durch die Umgestaltung soll der Kreativbereich, dann auch zum Töpfern, allein diesem Nutzen dienen – und damit die umständliche Räumerei entfallen.

Für das Projekt hat die Lebenshilfe Mittel von Aktion Mensch zugesagt bekommen. Die Hilfsorganisation steuert 50 000 Euro zum behindertengerechten Umbau eines Busses bei, 160 000 Euro sollen in den Umbau fließen. Außerdem erhoffen sich die Vorstandsmitglieder, möglichst viele Lose beim Bürgerfest am zweiten Septemberwochenende zu verkaufen und möglichst viele Spenden zu sammeln. „Die Einnahmen sollen dazu dienen, die Kreditsumme möglichst gering zu halten“, erklärt Thiele.

Losverkäufer sind an den Markttagen in Duderstadt unterwegs. Sonnabends ist auch der Hauptgewinn, ein Kleinwagen, zu sehen.

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©Richter