Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Amerika und die Geschichte des Reisens Thema beim Erzählcafé in Waake

„Der wilde, wilde Westen“ Amerika und die Geschichte des Reisens Thema beim Erzählcafé in Waake

„Es ist die Veränderung des Wohnortes für eine gewisse Zeit“, erklärt Ingeborg Curdt, Mitinitiatorin des Waaker Erzählcafés, was Reisen bedeutet. Früher den Adligen vorbehalten, zu Bildungszwecken oder um unbekannte Orte zu entdecken, entwickelte sich das Reisen zum heute vorherrschenden Massentourismus mit Billigflug-Garantie.

Voriger Artikel
Einbruch in Edeka-Markt in Leinefelde
Nächster Artikel
Demonstration vor Stadtratssitzung in Duderstadt
Quelle: Schauenberg

Waake. „Warum verreisen wir?“, fragt Curdt zum Start ihres Vortrags, um gleich ausführlich ihre Antwort zu erläutern. Heute verreisen wir unter anderem, um unsere Verwandten zu besuchen, uns von fernen Museen und Kunstausstellungen begeistern zu lassen, um uns zu erholen, aus beruflichen Gründen oder für einen temporären Klimawechsel. „Man möchte es auch im Winter mal warm haben“, bemerkt die ehemalige Lehrerin.

Einige dieser Beweggründe lagen wohl auch 1985 bei Beatrice Magerhans vor, die seinerseits beschloss sich den Westen Amerikas genauer anzuschauen. Was sie auf ihrer ausgedehnten Reise alles erlebt hat, berichtet sie dem Publikum des Erzählcafés nun in einem Bild-Vortrag.

Mit einer 14 Teilnehmer starke Reisegruppe tourte Magerhans von Los Angeles über San Francisco zum Yosemite-Nationalpark, am Grand-Canyon entlang bis zur Endstation Las Vegas. „Die Städte fand ich zwar schön, ich war aber wegen der Natur gekommen“, sagt Magerhans. Und diese sei, wie sie mit Bilder belegen kann, außergewöhnlich.

Der majestätische Grand Canyon, die aus Western-Filmen bekannten Sandsteinberge der Prärie, mächtige Mammutbäume und viele weitere Naturmotive, hat Magerhans auf ihrem Trip ablichten können und sorgt damit beim Erzählcafé für staunende Blicke. Ein besonderes Highlight ihrer Reise, war der Kurzaufenthalt auf der Gefängnisinsel Alcatraz. „Wir haben uns auch kurz einsperren lassen“, sagt sie. Schön sei diese Erfahrung aber nicht gewesen. 

Auch jetzt gerate sie noch ins Träumen, wenn sie die Bilder sieht. „Es war fabelhaft, ich würde jederzeit wieder nach Amerika reisen“, fasst sie ihre Erfahrungen zusammen. Dort Leben, sagt sie bestimmt, möchte sie aber nicht. „Bei Amerika handele es sich um ein reiches Entwicklungsland“, bemerkt sie. Ein kleiner Teil der Bevölkerung sei reich, der überwiegende Teil arm. Für sie kein geeigneter Ort, um sich niederzulassen.

Von Kay Weseloh

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter