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Anästhesist akzeptiert seine Kündigung

Einigung nach Tod durch Blutkonserve Anästhesist akzeptiert seine Kündigung

Nach dem Tod einer Patientin durch vertauschte Blutkonserven im Duderstadter St.-Martini-Krankenhaus ist zumindest das arbeitsrechtliche Verfahren abgeschlossen. Die Parteien einigten sich außergerichtlich.

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Der vom Krankenhaus für das Unglück verantwortlich gemachte Anästhesist war fristlos entlassen worden und war gegen diese Kündigung vorgegangen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt/Göttingen. Der vom Krankenhaus für das Unglück verantwortlich gemachte Anästhesist war fristlos entJetzt, so teilt das Gericht mit, habe es eine Einigung gegeben. Der Arzt akzeptiert eine fristgerechte Kündigung zum 31. Januar 2016.

In der Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht hatte es noch starre Fronten gegeben. Der Krankenhausträger beharrte auf der fristlosen Kündigung vom 7. Dezember 2015 und wollte nicht einmal eine Kündigung bis zum 31. Dezember vergangenen Jahres akzeptieren. Der Anästhesist wiederum betonte, ausdrücklich angewiesen zu haben, die von ihm als zweifelhaft festgestellte unverträgliche Blutkonserve der Patientin nicht zu verabreichen. Dann hatte er die Operation zu einer Besprechung verlassen. Ein Pfleger, so seine Behauptung, habe die Konserve dann doch verabreicht.

Trotz der starren Positionen am ersten Termin gab es vier Tage vor dem zweiten Verhandlungstermin nun eine außergerichtliche Einigung. Danach akzeptiert das Krankenhaus eine gesetzliche Kündigungszeit zum 31. Januar.

Strafrechtlich ist der Fall damit noch nicht beendet. Gegen den Anästhesisten und eine junge Ärztin laufen Ermittlungesvefahren wegen fahrlässiger Tötung. Ein Sachverständiger prüft gerade, ob die von dem Anästhesisten zu verantwortende erste falsche Blutkonserve für den Tod der Frau verantwortlich war, oder ob erst die zweite, von der jungen Ärztin verabreichte Konserve den Tod verursachte. Denkbar ist auch, dass beide Bluttransfusionen kummulativ wirkten.

Eine andere Todesursache als die falschen Konserven, so Andreas Buick, Sprecher der Staatsanwaltschaft, werde jedoch ausgeschlossen. Im Falle eines Strafverfahrens wird dann auch die Frage eines etwaigen Organisationsversagens an dem Krankenhaus eine Rolle spielen.  lassen worden und war gegen diese Kündigung vorgegangen.

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