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Angehende Bundespolizisten trainieren an Hubschraubern

Einsteigen, anschnallen, abheben Angehende Bundespolizisten trainieren an Hubschraubern

In voller Einsatzmontur hocken die angehenden Bundespolizisten im Halbkreis um den Hubschrauber herum am Boden. Die Rotorblätter laufen, es herrscht ein ohrenbetäubender Lärm.

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Warten auf das Startsignal: bei laufendem Rotor eine echte Nervensache.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Dann das Handzeichen für den Start: Nacheinander springen die Uniformierten auf, Türen fliegen auf, binnen weniger Sekunden nehmen die Polizisten ihre Plätze in dem Puma ein. Dann hebt der Hubschrauber ab und nimmt Kurs auf Günterode.

Dieses Szenario spielt sich seit Montag mehrmals täglich bei der Bundespolizeiabteilung in Duderstadt ab. Dort trainieren Bundespolizeianwärter im zweiten Lehrjahr derzeit für den Ernstfall. Sie sind es, die noch bis Mittwoch für vermehrte Flugbewegungen im Luftraum über Duderstadt sorgen.

Polizeihauptkommissar Frank Bertelsmann begleitet die Anwärter, deren Ausbildung überwiegend in Eschwege stattfindet. Durch verstärkte Einstellungen im mittleren Dienst sei ein Teil der Ausbildung nach Duderstadt verlegt worden, erklärt er. Dazu gehöre auch der Lehrgang in Theorie und Praxis des Hubschrauberfliegens.

Das, was die Anwärter in Duderstadt lernen sollen, klingt zunächst banal: richtiges Ein- und Aussteigen. Allerdings findet das „Auf- und Absitzen“, wie es in der Polizeisprache heißt, unter erschwerten Bedingungen statt: bei laufendem Motor, Lärm und Wind inklusive, und in voller Montur. Außerdem sollen sich die Bundespolizisten  auf Situationen vorbereiten, in denen ein wesentlicher Faktor hinzukommt: Stress. Denn wenn ein Einsatz, beispielsweise während einer Demonstration ansteht, ist keine Zeit für Experimente am „Einsatzmittel“ Hubschrauber.

Neun Bundespolizisten aus dem Bereich Lehre und zwei, die sich um Organisatorisches kümmern, stellt die Bundespolizei in Duderstadt für die Ausbildung zur Verfügung. Geübt wird auf zwei Hubschraubern,  dem Puma und einem  Eurocopter 155. Die Maschinen unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch hinsichtlich der Sitzplatzkapazitäten, der Reichweiten und Geschwindigkeit. Beide brächten eines mit sich – man müsse mit ihnen umgehen können, so Bertelsmann. „Wenn sich die Rotoren drehen, gibt es einen Gefahrenbereich“, dessen sich die Auszubildenden bewusst sein müssten. Bestimmte Handgriffe seien erforderlich, um sich sicher zu nähern, um Türen zu öffnen und um mit dem Piloten zu kommunizieren.

Dies werde im ersten Teil vermittelt. „Dann geht es in die Luft und nach Günterode“, erklärt Bertelsmann und sagt: ein unvergessliches Erlebnis. Bei ihm ist es 26 Jahre her – und er erinnert sich bis heute haargenau an das Gefühl, das er hatte, als er zum ersten Mal flog.

© Schauenberg

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