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Angst vor Verspargelung bleibt

Aufwind für Windkraft weckt Skepsis Angst vor Verspargelung bleibt

Obwohl sich der Wind für einen politischen Rückhalt der Pläne des Energiekonzerns Vattenfall gedreht hat, bleiben die Gegner eines möglichen Windparks südlich von Gieboldehausen skeptisch. Der Flecken habe die Vattenfall-Pläne zwar zurückgewiesen, jetzt würden aber auf Samtgemeinde-Ebene Windrad-Standorte sondiert, sagt Wolfram Döring.

Nach der Potenzialanalyse und entsprechender Änderung des Flächennutzungsplanes hätten Investoren Rechtssicherheit, und die Kommune könne keinen Standort mehr ausschließen. „Wir sind nicht gegen Windenergie, aber gegen den Standort, der zur Diskussion stand“, wird Döring nicht müde, zu betonen. Nicht zur Beruhigung tragen Überlegungen zu beschleunigten Verfahren für regenerative Projekte im Zuge der Energiewende nach Fukushima bei.

„Wir müssen die Risiken vorher aufzeigen, wieder zu einer sachlichen Diskussion kommen und einen Konsens erreichen, bevor vollendete Tatsachen geschaffen werden“, meint Döring. Darin ist er sich mit Andreas Nathues, der eine „Verspargelung des gesamten Südhorizonts“ befürchtet, einig. Zugleich weisen beide Vogelsburg-Anwohner Vorwürfe zurück, die Standort-Gegner hätten mit ihrer Visualisierung der Windräder am Pinnekenberg übertrieben. „Der springende Punkt ist, wie groß die Anlagen erscheinen“, sagt Nathues. Hier habe Vattenfall bei der Infoveranstaltung untertrieben: „Die Anlagen erscheinen dreimal so groß wie in der Vattenfall-Visualisierung.“ „Die Höhenermittlung von Vattenfall war korrekt, die Visualisierung mit Winkelausdehnung aber nicht“, bestätigt der Duderstädter Vermessungsingenieur Reinhard Karlen und bemängelt, dass es keine klaren Standort-Richtlinien gebe.
„Da die Begrenzung der Nabenhöhe von Windrädern nicht möglich scheint, fordern wir die zehnfache Anlagenhöhe als Abstand zur Wohnbebauung“ sagen Döring und Nathues. Er hat im Münsterland erlebt, wie durch Repowerment „immer größere Windernergie-Anlagen an vorhandenen Standorten installiert wurden“.

ku

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