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Annahmestopp im Duderstädter Tierheim

Kapazitäten restlos ausgelastet Annahmestopp im Duderstädter Tierheim

„Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke“, sagt Alenka Ehrhardt, erste Vorsitzende des Duderstädter Tierheims. Deshalb werde sie auch eine Woche vor Weihnachten keine Tiere mehr herausgeben, was in Anbetracht ihrer Situation besonders ärgerlich ist. Das Tierheim ist nämlich restlos ausgelastet.

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Haben einen Platz im Tierheim gefunden: Die fünf Babykatzen haben mehr Glück gehabt als viele ihrer Artgenossen.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Ich habe bereits 20 Personen auf meiner persönlichen Warteliste, die uns ein Tier übergeben wollen“, sagt Ehrhardt. Die Liste des Tierheims sei noch länger. Ihr bleibe nichts anderes übrig, als um Geduld zu bitten. Was nicht immer gelingt, wie sie kürzlich feststellen musste.

„Eine Frau hat einfach einen Karton mit einer Katze und ihren fünf Jungen vor unsere Tür gestellt und ist verschwunden“, erklärt sie verärgert. Sie hatte einige Male mit der Person telefoniert und ihr erklärt, dass es kein Platz für eine Aufnahme gäbe. Das habe sie jetzt scheinbar ignoriert und die Tiere einfach abgeladen.

Laut Ehrhardt erklärte ihr die Frau, dass sie jetzt in Urlaub fahren würde – deshalb müssen die Katzen weg. Zu allem Überfluss habe sie noch behauptet, dass sie mit der ersten Vorsitzenden abgesprochen habe, dass sie die Tiere abgeben dürfe. „Eine Unverschämtheit“, urteilt die Vertreterin des Tierheims.

„Wir suchen Pflegestellen, Patenschaften und ehrenamtliche Helfer“

Eine Änderung der Situation in der Unterkunft sei noch nicht absehbar – die Einschätzung der vorhandenen Kapazitäten eine schwierige Sache. „Wir verfügen über sechs Boxen mit jeweils einem Quadratmeter Größe“, erklärt Ehrhardt. Wie viele Tiere in einer Box Platz finden, hängt von vielen Faktoren ab.

In einer befinden sich beispielsweise fünf kranke Babykatzen. „Wenn die Tiere krank sind ist es noch problematischer“, beschreibt sie die Platznot. Sie sollten sich nicht untereinander anstecken, dass könne sehr gefährlich werden. Dazu benötigen die Tiere Raum für Körbchen, Näpfe und eine Toilette. Im schlimmsten Fall werden die Bewohner der Boxen untereinander aggressiv und verletzen sich.

In dieser Notlage, und weil sie auf Großzügigkeit in der Weihnachtszeit hofft, bittet Ehrhardt jetzt um Hilfe: „Wir suchen Pflegestellen, Patenschaften und ehrenamtliche Helfer.“ Geld- und Sachspenden wären natürlich auch sehr hilfreich. Um vielleicht noch vor dem anstehenden Weihnachtsfest eine Verbesserung der Situation zu erreichen bittet Ehrhardt um Unterstützung jeglicher Art.

Von Kay Weseloh

Informationen gibt es beim Duderstädter Tierheim unter Telefon 0 55 27 / 46 77 oder im Internet unter tierheim-duderstadt.de
 
Eine Übersicht der Tiere, für die der Tierschutzverein aktuell dringend ein neues Zuhause oder aber einen Besitzer sucht und weitere Fotos

Eine Übersicht der Tiere, für die der Tierschutzverein aktuell dringend ein neues Zuhause oder aber einen Besitzer sucht und weitere Fotos. © Richter

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