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Anwohner am Nesselröder Friedensweg kritisieren Erschließungskosten

Unfrieden Anwohner am Nesselröder Friedensweg kritisieren Erschließungskosten

Für Unfrieden im Ort sorgt in Nesselröden ausgerechnet der Friedensweg. Der ist in die Jahre gekommen und soll daher, nachdem das Thema bereits seit 30 Jahren diskutiert wird, erschlossen werden. Ein entsprechender Bebauungsplan, der auch das Friedhofsgelände einbezieht, liegt vor. Für die Anlieger bedeutet dies, sie werden zur Kasse gebeten.

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Erschließung steht unmittelbar bevor: Friedensweg.

Quelle: Richter

Nesselröden. 90 Prozent der Kosten müssen von den Nesselrödern selbst getragen werden. Da der Friedhof wie eine Grünfläche gewertet wird, muss die Pfarrgemeinde 50 Prozent der Kosten für die Straßenbauarbeiten in diesem Bereich aufbringen. Von einer Sanierung, an der sich die Anlieger mit 75 Prozent beteiligen müssten, sei nie die Rede gewesen.

Bisher ist die Straße, die zum Friedhof führt, ein mit Beton überzogener Wirtschaftsweg ohne Randstreifenbegrenzung – und „kurz und klein“, wie Ortsbürgermeister Bernd Frölich (CDU) meint. Zukünftig soll es hier eine asphaltierte Fläche geben, die an den Randstreifen gepflastert wird, um spätere Sanierungen zu erleichtern. „Pflaster kann man im Zweifel anheben und einfach wieder schließen“, schildert Frölich das Prinzip. Zudem sollen vier bis sechs Bäume als Begleitgrün gepflanzt werden. Frölich glaubt, die Straße werde optisch an Attraktivität gewinnen – und das könne ein Vorteil sein, Baulücken zu vermarkten. Dorthin würden bereits jetzt entsprechende Versorgungsrohre gelegt, „um nicht in zwei Jahren wieder die Straße aufreißen zu müssen.“ In den Plänen sei bereits berücksichtigt worden, dass im Falle einer Neuausweisung eines Baugebietes die Kanalisation gewährleistet sein muss. Außerdem werde ein Leerrohr für die Telekommunikationsversorgung eingebracht. Noch in diesem Jahr soll Nesselröden von der Telekom kabelbasiert mit DSL versorgt werden.
Der Auftrag für die Arbeiten sei bereits erteilt, informierte Frölich während der jüngsten Sitzung des Nesselröder Ortsrates am Montag. Die Firma, die bereits die Straßenbauarbeiten am Grabentor vorgenommen hatte, habe das beste Angebot vorgelegt. „Wir bewegen uns am unteren Ende“, berichtet Frölich hinsichtlich der anfallenden Kosten. Die Bauzeit werde sich von etwa Ostern bis voraussichtlich Oktober ziehen, kündigte Frölich an. Es solle regelmäßige Gespräche mit den Anwohnern geben.

Einige nutzten die Ortsratssitzung, um ihrem Unmut Luft zu machen. Sie kritisierten, die Kosten tragen zu müssen und stellten den Nutzen für die Anlieger infrage. Einige kündigten an, Anwälte einschalten zu wollen, wenn die entsprechenden Bescheide vorlägen.

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©Richter