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Alte Sorten und frischer Saft

Apfel- und Birnenmarkt Alte Sorten und frischer Saft

Mit einem Handwagen voller Obst haben sich die Gäste des Eröffnungsrundgangs am Sonnabendvormittag aufgemacht, den Apfel- und Birnenmarkt in der Duderstädter Innenstadt zu erkunden. An rund 120 Ständen konnten sie stöbern und schlemmen.

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Quelle: ne

Duderstadt. Die Obsternte sei in diesem Jahr reichlich ausgefallen, bemerkte Treffpunkt-Stadtmarketing-Vorsitzender Hubertus Werner während seiner Eröffnungsrede. Dies spiegelte sich auch an den rund 120 Ständen wider, die auf beiden Seiten der Fußgängerzone zwischen Ober- und Unterkirche aneinandergereiht waren: Kistenweise Obst wurde den Kunden angeboten. Die griffen zur besten Apfel- und Birnenzeit gern zu. Rund 16000 Menschen waren nach Veranstalterangaben an beiden Tagen in der Stadt unterwegs.

Deko, Kuchen und Gelee

Nicht nur in Reinform, auch als verarbeitete Produkte kamen die Herbstfrüchte zum Verkauf: So wurden Dekoraktionsartikel mit Obst angeboten, Torten und Kuchen, verschiedene Gelees und Konfitüren, Fruchtweine sowie Mus, das zu Kartoffelpuffern gereicht wurde, und vieles mehr. Hinzu kamen Stände mit Lebensmitteln, Gartenzubehör, Kunsthandwerk und Selbstgemachtem.

Sortenbestimmung und mobile Moste

Zu den Attraktionen gehörte – wie schon in den vergangenen Jahren – auch dieses Mal der Stand des Landschaftspflegeverbandes, an dem Interessierte ermitteln lassen konnten, welche Apfelsorte in ihrem Garten wächst. Pomologe Hans-Joachim Bannier hatte am ersten Tag im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun: Bereits vor der Eröffnung des Marktes am Sonnabendvormittag standen Obstbaumbesitzer Schlange, um sich von ihm beraten zu lassen. Wenn er das Rätsel gelöst hatte, erhielten die Marktbesucher eine Karte mit dem Namen der Obstbaumsorte darauf. Obst, das sich nicht eindeutig bestimmen ließ, wanderte zunächst beschriftet in einen Eimer – um es später näher zu untersuchen.

Stark frequentiert war auch die mobile Mosterei von Bernd Gosch an  der Basilika: Aus eigenem Obst konnten Besucher dort Apfelsaft herstellen und abfüllen lassen. Mit ganzen Kofferraumladungen voll reisten dabei bereits Gartenbesitzer an.

Trampolinspringen und Stadtrundfahrten

Insbesondere die kleinen Besucher des Marktes hatten trotz des teils regnerischen Wetters ihren Spaß daran, die Pferde zu betrachten, die vor eine Postkutsche gespannt waren. „Schadstoffarme“ Stadtrundfahrten waren damit möglich, wie Werner die Kutschfahrten schmunzelnd nannte. Beim Springen auf dem Riesentrampolin oder Glücksradspielen am Stand des Tierschutzvereins konnten sich die Kinder ebenfalls beschäftigen, während die Eltern die Gelegenheit nutzen, in den Geschäften zu stöbern. Die Einzelhändler hatten am Sonnabend bis 18 Uhr und am Sonntag bis zum Mittag geöffnet.

Institution im Marktkalender

Eine echte Institution: Die Idee zum Apfel- und Birnenmarkt sei 1994 im Zusammenhang mit der Landesausstellung Natur im Städtebau entstanden, berichtete Treffpunkt-Stadtmarketing-Vorsitzender Hubertus Werner am Sonnabend während der Eröffnung des Apfel- und Birnenmarktes. Mittlerweile habe er sich zum besucherstärksten der vier Themenmärkte gemausert, die der Verein über das Jahr hinweg – außer dem Wochenmarkt am Mittwoch und Sonnabend – organisiert. Der nächste Themenmarkt vor dem Weihnachtstreff am Rathaus wird am ersten Novemberwochenende der Eichsfelder Wurstmarkt sein. Außer einer Schlemmermeile in der Fußgängerzone erwartet Besucher dann die Prämierung der besten Eichsfelder Mettwurst des Jahres.

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©Richter