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Architekt verteidigt Klinker-Abriss in Gieboldehausen

Bericht zur Rathaussanierung Architekt verteidigt Klinker-Abriss in Gieboldehausen

Hinter der vermeintlich heilen Klinkerfassade des Gieboldehäuser Rathauses hat sich eine verfaulte Unterkonstruktion verborgen. Bei der energetischen Sanierung des Samtgemeinde-Verwaltungssitzes sind Bausünden der 70er-Jahre zum Vorschein gekommen, die jetzt beseitigt werden.

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Muss saniert werden: Klinker-Bau in Gieboldehausen.

Quelle: Schauenberg

Gieboldehausen. „Es ist fast ein Wunder, dass noch nichts passiert ist“, sagte Architekt Markus Otto. Im Bauausschuss der Samtgemeinde informierte er am Dienstagabend über die Sanierungsarbeiten, die am Hauptgebäude des verwinkelten Komplexes begonnen haben. Ständer ohne Verbindung zur Fassade, durchgerostete Draht-anker, verfaulte Schwellenhölzer und Schalung, Stahlbetonteile ohne Isolierung, überall Wasserspuren und Feuchtigkeitsschäden. Die Fotos, die nach dem Abstemmen der Klinker gemacht wurden, sprechen Bände. „Die Statik der Fassade mit vorgehängten Klinkern ohne Dämmwirkung war nicht mehr in Ordnung, die Unterkonstruktion so desolat, dass sie komplett neu aufgebaut werden musste“, berichtete Otto: „Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass der Abbruch der Klinkerfassade der richtige Weg war.“ Ausdrücklich widersprachen neben Otto und Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) auch Stephan Hörschelmann (Grüne) und Arnold Sommer (SPD) der Kritik von Angelika Rohland (Freie Wähler), die den Abriss der Klinker als Verschwendung von Steuergeld bezeichnet hatte.Eine Trennung der Sanierung von Dach und Fassade wäre schon bautechnisch nicht möglich gewesen, betonte Otto. Fassadenschäden seien auch durch das marode Dach mit verfaulter Schalung, beschädigten Eternitplatten und Dachrinnen entstanden. Das Dach werde komplett erneuert, auf einer neuen Unterkonstruktion samt Dämmung mit Stehfalzblechen eingedeckt.  

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©Richter