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Auf Gut Herbigshagen die Vielfalt der Streuobstwiesen kennenlernen

140 Sorten an 600 Bäumen Auf Gut Herbigshagen die Vielfalt der Streuobstwiesen kennenlernen

Die Vielfalt eines einzigartigen Biotops haben am Sonntag die Besucher des dritten Streuobstwiesenfestes der Heinz-Sielmann-Stiftung erlebt. Das Programm reichte von Fach-Exkursionen über Beratungsangebote zu alten Obstsorten bis zum Mosten.

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Besucher mosten Apfelsaft an einer Korbpresse.

Quelle: Schneemann

Duderstadt. „Wir wollen die Besucher sensibilisieren für die Vielfalt der Sorten, die man auf Streuobstwiesen finden kann“, sagte Holger Belz, Leiter des Natur-Erlebniszentrums Gut Herbigshagen. In dem von der Heinz-Sielmann-Stiftung und vom Landschaftspflegeverband Göttingen angelegten Sortengarten gibt es 140 Sorten an 600 Bäumen. Hieraus werde auch der Gut Herbigshagener Apfelsaft gemostet.

Zu besonderen Sorten zählten unter anderem Ananasrenette, Finkenwerder Prinzenapfel und „Schöner aus Nordhausen“. In Geschäften gebe es meist nur fünf bis zehn Sorten, die aus kommerzieller Sicht sinnvoll im Obstanbau seien, „aber unsere Kulturlandschaft bietet natürlich noch viel mehr“.

Je älter eine Streuobstwiese sei, desto größer werde auch die biologische Vielfalt im Tierreich. Siebenschläfer und Spechte seien Beispiele. „Noch nicht hier vorkommend, aber mit zunehmender Erwärmung des Klimas ist auch mit dem Steinkauz zu rechnen“, so Belz.

Viele Kinder sammelten Äpfel ein und brachten sie zur Korbpresse. Unterstützt von Baumschulgärtner Gerhard Schlie, Dozent bei der Heinz-Sielmann-Stiftung, entstand Saft. „Viele staunen, dass die 140 Sorten, die hier stehen, auch 140 verschiedene Geschmäcker haben“, so Schlie. Wichtig für einen guten Saft sei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Süße und Säure.

„Wenn ich mische, erhalte ich in aller Regel einen sehr guten Apfelsaft“, sagte Schlie. Ihre Premiere an der Presse hatte die siebenjährige Ida aus Göttingen: „Es ist schwer, aber der Saft schmeckt“, so ihr Fazit.

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©Richter