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Auf den Spuren Sielmanns

Tour am Grünem Band Auf den Spuren Sielmanns

Rund 50 Naturinteressierte waren gestern, am Sonntag, 24. Mai, bei angenehmem Ausflugswetter auf den Spuren von Heinz Sielmann am „Grünen Band“ unterwegs. Im Blickpunkt der Wanderer standen landschaftliche Besonderheiten sowie Tier- und Pflanzenarten entlang eines sieben Kilometer langen Rundwegs zwischen Gut Herbigshagen und Ecklingerode.

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Mit der Natur verbunden: Teilnehmer der Wanderung auf dem Kolonnenweg am ehemaligen Grenzstreifen.

Quelle: Walliser

„Heinz Sielmann hat hier 1988/89 den Film ,Tiere im Schatten der Grenze’ gedreht. Wir wollen mal gucken, wo das gewesen ist und wie es da heute so aussieht“: Mit diesen Worten begrüßte Uwe Vogt, Naturführer im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal die Teilnehmer an der Wanderung, die zur NDR1-Aktion „Natürlich Niedersachsen – der Sonntag für den Naturschutz“ gehörte.

Vogt erinnerte an das von der Heinz-Sielmann-Stiftung initiierte Naturschutzgroßprojekt „Grünes Band Eichsfeld – Werratal“. Es hat vor allem die Erhaltung und die Entwicklung des Biotopverbundes zwischen Harz und Hainich zum Ziel. Das rund 30000 Hektar große Projektgebiet beinhaltet 130 Kilometer des „Grünen Bandes“ und bezieht angrenzende großflächige und naturnahe Waldgebiete und Kulturlandschaften mit ein.  

„Die Nachfrage nach solchen Wanderungen wächst, es werden immer mehr, die mitgehen“, beobachtet Vogt und vermutet: „Die Leute wollen zurück zur Natur“. Immer wieder wird der Naturführer mit Fragen zu den Lebensbedingungen im früheren thüringischen Grenzbereich konfrontiert. „Es wäre schön, wenn sich noch mehr Schulklassen für das Grüne Band interessieren würden“, wünscht sich Vogt und stellt einen Bezug zu den aktuellen wirtschaftlichen Problemen her. „Kaum geht es den Leuten schlechter, fängt das Ost-West-Genöle wieder an und man hackt auf der jeweils anderen Seite herum.“ Gerade in einer solchen Zeit sei es wichtig, geschichtliche Hintergründe zu kennen, die bei einer solchen Wanderung  verständlicher würden. 

art

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