Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Auf und ab bei Eheschließungen in Duderstadt

171 Paare haben 2014 im Eichsfeld geheiratet Auf und ab bei Eheschließungen in Duderstadt

Einen Dämpfer hat im vergangenen Jahr der Trauort Duderstadt bekommen. Erstmals seit Jahren ist die Zahl der Eheschließungen in der Brehmestadt wieder zurückgegangen – auf 97 Hochzeiten. Nur wenn man die drei gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften dazuzählt, ist die Zahl noch dreistellig: Zwei schwule und ein lesbisches Pärchen haben in Duderstadt ihrer Beziehung einen rechtlichen Rahmen gegeben – allesamt im August.

Voriger Artikel
Anreischken in Duderstadt werden weniger 
Nächster Artikel
Seit 110 Jahren besteht Stahlross Obernfeld
Quelle: dpa/Symbolbild

Eichsfeld. 2013 hatten sich noch 120 Brautpaare für Duderstadt als Trauort entschieden, im Jahr davor waren es 112.

Die im Vergleich dazu magere Momentaufnahme von 2014 beunruhigt das Standesamt allerdings nicht. „Es hat im vergangenen Jahr bundesweit weniger Eheschließungen gegeben – und es heiraten mehr Auswärtige bei uns als Duderstädter anderswo“, sagt Standesbeamtin Ute Lenz und ist guter Dinge, dass die Zahl der Trauungen in Duderstadt in diesem Jahr wieder deutlich dreistellig wird.

Es gebe bereits einige Anfragen – auch für den Westerturm, der erst im Lauf des vergangenen Jahres wieder als Trauort hinzugekommen ist. „Der Westerturm ist im Kommen“, meint Lenz: „Viele Paare schätzen das besondere Ambiente dort.“ Auch die Assisi-Kapelle auf Gut Herbigshagen sei gefragt, vor allem im Sommer. Favorit ist und bleibt das historische Rathaus. Und da der Valentinstag am 14. Februar in diesem Jahr auf einen Sonnabend fällt, ermöglicht das Duderstädter Standesamt auch an diesem Tag Trauungen.

In der Samtgemeinde Gieboldehausen sind bereits seit vergangenem Frühjahr Eheschließungen an Freitagen und Sonnabenden möglich, die die  rückläufige Entwicklung kompensiert haben. „Wir haben auf den Einbruch der Trauungszahlen reagiert und die Öffnungszeiten ausgeweitet“, sagt Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU), die auch Standesbeamtin ist.

Das hat offenbar Wirkung gezeigt. 2014 gaben sich im Gieboldehäuser Fachwerkschloss 74 Paare das Ja-Wort, davon sieben freitags und 15 sonnabends. 2013 war die Zahl der Eheschließungen in Gieboldehausen auf 49 zurückgegangen, zwei Männer aus Obernfeld gingen eine Lebenspartnerschaft ein. Dornieden freut sich, dass auch immer mehr Paare aus Nachbargemeinden Interesse am Gieboldehäuser Schloss als Trauort zeigen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter