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Aufklärung und zusätzliche Papierkörbe sollen Müll zwischen Duderstadt und Westerode verhindern

Spielregeln gelten auch für Flüchtlinge Aufklärung und zusätzliche Papierkörbe sollen Müll zwischen Duderstadt und Westerode verhindern

Flaschen auf dem Rasen, Chipstüten im Gebüsch: Bei dem Müll auf der Grünfläche zwischen Duderstadt und Westerode soll es sich um Hinterlassenschaften von Gästen des Rosenthaler Hofes handeln. Abhilfe sollen nun zusätzliche Papierkörbe und bessere Aufklärung der Flüchtlinge schaffen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Duderstadt. Ein Westeröder, der von sich schreibt, in Absprache mit dem Besitzer auf der Fläche auf dem Ottobock-Gelände für Ordnung zu sorgen, hatte in einem sozialen Netzwerk Bilder veröffentlicht, die den Müll zeigten. Die Verursacher habe er vor Ort angesprochen und aufgrund ihres Aussehens darauf geschlossen, dass es sich um Flüchtlinge handelte, schrieb er dazu.

Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) setzt auf verschiedene Maßnahmen, um zukünftig solches Verhalten zu verhindern. Zum einen müssten den Menschen, die im Rosenthaler Hof untergebracht sind und die – offenbar um das WLAN dort zu nutzen – häufig in dem Bereich im Gras sitzen, „die klaren Spielregeln“ nahegebracht werden. Dies sei Teil der Absprache mit dem Inhaber und dem Hoteldirektors. Gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Duderstadt wolle er noch einmal explizit darum bitten, dass Dolmetscher bestimmte Verhaltensregeln erklärten.

Zudem sei vereinbart worden, dass die Hotelleitung nicht für die Reinigung des Weges zwischen Duderstadt und Westerode sorge, sondern auch zusätzliche Papierkörbe aufgestellt würden. Dies gelte nicht nur für den Bereich unmittelbar am Hotel, sondern darüber hinaus auch für den Weg in die Stadt.

Die Stadtverwaltung werde dem Hotel weitere Papierkörbe gegen das übliche Entgelt zur Verfügung stellen, bot Nolte an. „Wir haben klare Absprachen“, erklärte der Bürgermeister. „Und wir erwarten eine zeitnahe Umsetzung“.
Die Polizei nehme regelmäßige Stichproben vor, um Ruhe und Ordnung zu gewährleisten, so Nolte. Außerdem leiste der Sicherheitsdienst auf dem Hotelgelände, auf dem Alkoholverbot herrscht, gute Arbeit. An Bürger, die besondere Vorkomnisse registrierten, appellierte Nolte, sich an die Polizei zu wenden. Hotelleitung, Stadtverwaltung, Landkreis Göttingen und Land Niedersachsen ständen in engem Kontakt mit den Beamten.

Hinweise aus der Bevölkerung würden von allen Beteiligten sehr ernst genommen, betonte Nolte. „Ein wesentlicher Teil eines guten Miteinanders mit unseren Gästen auf Zeit ist, dass sich alle an die Spielregeln halten.“ Er wies darauf hin, dass die Stadtverwaltung gern bereit sei, in der Flüchtlingsfrage zu helfen. „Aber es braucht einen klaren Rechts- und Ordnungsrahmen.“

In eine ähnliche Richtung zielten die Kommentare, die auf Facebook hinterlassen wurden: „Wir leben nunmal alle hier, und müssen uns nunmal alle an die Gesetze halten, egal ob braun, schwarz oder weiß“, schrieb eine Kommentatorin.

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