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Vom Kampfjet ins Segelflugzeug

Duderstädter Brian Moore absolviert erste Alleinflüge Vom Kampfjet ins Segelflugzeug

Eigentlich hatte es gar nicht danach ausgesehen, als könne er überhaupt starten. Doch eine Regenpause und der Mut des Piloten ermöglichten es, dass der Duderstädter Brian Moore jetzt seine ersten Flüge in einem Segelflugzeug unternehmen konnte.

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Zur bestandenen Prüfung bekam Duderstädter Brian Moore (rechts) von Fluglehrer Maik Deppe einen Strauß Brennesseln.

Quelle: R

Duderstadt. Damit hat der 42-Jährige, der beim Luftsportverein Kreis Osterode fliegt, die sogenannte A-Prüfung in der Tasche. Doch zunächst, berichtet Marcel Zoremba, Pressewart LSV Kreis Osterode, sei Warten angesagt gewesen. „Die durchziehenden Schauer und der böige Wind stellten ein echtes Hindernis dar“, erklärt er. „Jedoch fand sich ein kleines Wetterfenster ohne Regen und Wind, in dem die Fluglehrer ihren Schützling alleine in die Luft lassen konnten.“

„Absolut fehlerfrei und sauber“ habe Moore seine drei Alleinflüge gemeistert, erklärt Zoremba. „Dreimal musste er alleine mit dem Schulungsflugzeug, der ASK 21, starten und landen und dabei die vorgegebene Platzrunde sauber abfliegen.“ Zur Feier des Tages habe der Flugschüler nach der bestandenen Prüfung den traditionellen Strauß überreicht bekommen: Brennnesseln aus dem Arm von Fluglehrer Maik Deppe. Das Unkraut stehe als symbolisches Heilkraut für das Feingefühl beim Fliegen, erläutert der Pressesprecher.

Und nicht nur das: „Zur Segelfliegertradition gehört auch ein Klaps auf den Allerwertesten von den anderen Vereinsmitgliedern.“ - Natürlich nur zum Besten des Neulings: „Der Klaps soll das Hosenbodengefühl schärfen und das Erfliegen der Thermik erleichtern“, so Zoremba. „Beides nahm Moore mit einem Lächeln, denn er weiß, dass jetzt die Ausbildung weiter geht und er der Segelfluglizenz ein Stückchen näher gekommen ist.“

Der aus Los Angeles stammende Ingenieur, der in Duderstadt arbeitet, habe nicht erst in Hattorf Flugerfahrung gesammelt, berichtet Zorenga. 1989 habe er eine Segelflugausbildung in den USA begonnen, sei dann jedoch bei der US Air Force zum Kampfjetpiloten einer F18 Hornet ausgebildet worden. Auf dieser habe er rund 600 Stunden Flugzeit angesammelt. „Stationiert war er auf den Flugzeugträgern USS Kennedy und USS Nimitz“, berichtet Zorenga.

Vor sieben Jahren sei Moore gemeinsam mit seiner Frau und den vier Kindern ausgewandert - und schließlich in in Duderstadt gelandet. Die Segelflugzeuge über seinem Haus hätten den alten Traum vom motorlosen Flug wachgerufen, sagt Zorenga. So sei Moore 2015 zum LSV gekommen.ne

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©Richter