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Ausschuss unterstützt Pläne für Campus

Inklusives Angebot Ausschuss unterstützt Pläne für Campus

Nach kurzer, intensiver Beratung haben die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport am Dienstag ihre Empfehlung zur Einrichtung eines Inklusiven Campus in Duderstadt abgegeben: Bei einer Enthaltung hat das Projekt grünes Licht im Fachausschuss erhalten.

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Rund um die Pestalozzischule sollen Bildungseinrichtungen den Inklusiven Campus bilden.

Quelle: Arne Bänsch

Duderstadt. Ein Plädoyer pro Campus hielt Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU): Während der Feierlichkeiten zu 45 Jahren St. Raphael am vergangenen Wochenende habe er den ernst gemeinten Wunsch geäußert, die Kindertagesstätte, jetzt an der Ortsumgehung gelegen, könne das 50-jährige Bestehen an einem anderen, innenstadtnäheren Standort feiern.

Die Situation von St. Raphael sei einer der Ausgangspunkte der Überlegungen zum Inklusiven Campus gewesen, erklärte Nolte. Das Konzept sieht vor, verschiedene Bildungseinrichtungen räumlich und pädagogisch in der Innenstadt zu verzahnen. Jetzt, da sich die Partner ein Jahr mit den Planungen beschäftigt hätten und auch der Landkreis Zustimmung signalisiert habe, rücke die Fortsetzung dessen, was der Rat der Stadt in seinem Inklusionsbeschluss festgesetzt habe, in greifbare Nähe - und damit auch die Einhaltung der Fristen.

Ab 2018, bei Verlängerung ab 2024, ist Inklusion Pflicht

Bis 2018 beziehungsweise bei Verlängerung bis 2024 besteht in Niedersachsen die Pflicht, Bildungseinrichtungen inklusiv zu gestalten. Während Nolte sagte, er habe keine Sorge, unter Druck zu geraten, hob Martin Struck die aktuellen Entwicklungen als Chance hervor. Statt sich von Fristen treiben zu lassen, bestehe jetzt die Möglichkeit, frei zu gestalten, sagte der Leiter der Pestalozzischule, der maßgeblich an der Ausgestaltung des pädagogischen Konzepts mitgewirkt hat. „Lassen wir uns nicht treiben, treiben wir die Inklusion voran“, appellierte er an die Ausschussmitglieder.

Die Zuständigkeiten sollen gebündelt werden

Da zuvor Marliese Frisch-Dvorák (Grüne) nach Träger- und Betreiberschaft gefragt hatte, erklärte Struck, es werde nicht den einen geben, der den sprichwörtlichen Hut aufhabe, sondern einen Umhang unter dem Zuständigkeiten für verschiedene Aufgabengebiete gesammelt würden. Das Projekt setze den Ideen, Regionalzentren für schulische Integration womöglich von Hann. Münden bis Bad Grund zu schaffen, eine „menschenbezogene Idee in überschaubarer Umgebung“ entgegen.

Während das Projekt Zustimmung aus allen Fraktionen erfuhr, äußerte Ursula Glaese-Nörthemann als Lehrervertreterin Bedenken hinsichtlich des Zugangs zur St.-Ursula-Schule für alle Kinder. Sie schlug vor, die Schule solle sich verpflichten, alle Inklusionskinder gleichermaßen aufzunehmen. Außerdem müsse ihrer Ansicht nach die Frage des Schulgeldes uns des Umgangs mit nicht katholischen Kindern geklärt werden. Glaese-Nörthemann enthielt sich der Stimme.

Der Rat der Stadt Duderstadt beschäftigt sich in seiner Sitzung am Donnerstag ebenfalls mit dem Inklusiven Campus. Das Gremium tagt um 17 Uhr öffentlich im Sitzungssaal des Stadthauses.

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