Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Ausstellung „Deutsch-Deutsches im Eichsfeld“ eröffnet in Duderstadt

Farben, vom Eichsfeld inspiriert Ausstellung „Deutsch-Deutsches im Eichsfeld“ eröffnet in Duderstadt

Unter dem Titel „Deutsch-Deutsches im Eichsfeld“ sind vom 19. März bis zum 16. April Bilder des ehemaligen CDU-Politikers Willibald Böck im Bürgersaal des Duderstädter Rathauses zu sehen. Die farbintensiven Ölbilder in verschiedenen Formaten sind stark von der Landschaft des Ober- und Untereichsfeldes geprägt. Böck selbst stammt aus Bernterode, wo er auch heute noch wohnt. Er betreibt in Erfurt die Galerie Feine Thüringer Art, seitdem er sich aus der Politik zurückgezogen hat.

Voriger Artikel
Kinder- und Jugendbüro Duderstadt bietet in den Osterferien Programm
Nächster Artikel
Küchenbrand in Duderstadt

Willi Böck zeigt seine Bilder im Duderstädter Rathaus: der Baum, Blau-Gelb und Reiffenstein.

Quelle: EF

Duderstadt. „Eigentlich geht es immer um Farbe“, sagt der Künstler selbst über seine expressiven Werke. Erst im Auge des Betrachters forme die Farbe dann Konturen von Landschaften oder Menschen. Böck, Jahrgang 1946, hat von 1967 bis 1984 als Lehrer für Kunst und Deutsch gearbeitet, bis er in die Politik ging und Bürgermeister wurde. 1990 war er Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer, dem Thüringer Landtag gehörte er noch bis 2004 an. Von 1990 bis 1992 war er erster Thüringer Innenminister im Kabinett von Bernhard Vogel (CDU). Aufgrund von Korruptionsvorwürfen in der sogenannten Raststättenaffäre trat er nach relativ kurzer Amtszeit bereits zurück. Heute engagiert sich der fünffache Vater in der Kinderhospizbewegung und in der Weiterbildung: 2014 wurde er Vorsitzender des Bildungswerkes Thüringische Kommunalhilfe.

In der turbulenten Nachwendezeit galt er als Anpacker, Spitzname „der Hammer“. „Böck hat diese Zeit intensiv gestaltet und begleitet“, erinnert sich Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). In seiner aktiven Zeit als Innenminister und Abgeordneter sei er auch in Duderstadt bei verschiedenen Anlässen wie dem Umzug der EEB in das neue Gebäude vor 25 Jahren zu Gast gewesen. „Ich kannte den Politiker, den Maler habe ich erst später kennengelernt“, sagt Nolte rückblickend. Nun biete das Einheitsjubiläum von 25 Jahren einen guten Anlass für diese Ausstellung, die am Donnerstag um 17 Uhr eröffnet wird.

Von Birgit Freudenthal

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter