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Ausstellung der Duderstädter Modellbauer lockt hunderte Gäste

Vom Papierflieger zum Multicopter Ausstellung der Duderstädter Modellbauer lockt hunderte Gäste

In eine spektakuläre Flughalle wurde der Schießstand des Duderstädter Schützenvereins umgewandelt. Mehr als 100 Flugzeuge, vom kleinen Papierflieger bis zum 20-Kilo-Jagdbomber, dazu Helicopter,   Autos, Schiffe und allerlei technische Spielereien gaben einen Eindruck von der Vielfalt des Modellbaus.

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Wo sonst geschossen wird, haben Bastler und Piloten eine Flughalle für ihre Modellmaschinen eingerichtet.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Der Andrang der Gäste auf der großen Ausstellung zum 40. Jubiläumsjahr des Eichsfelder Modellbauclubs (EMC) war groß. „Etwas technisches Verständnis ist für dieses Hobby von Vorteil, aber das kann man lernen“, erklärte Mirko Heinrich, Pressewart des EMC. Er zeigte leichte Einsteigermodelle, die mit ein paar einfachen Handgriffen zusammenzubasteln und  schon relativ preisgünstig zu haben seien. „Trotzdem ist es für Einsteiger sinnvoll, sich Tipps von Fachleuten zu holen“, riet Heinrich. Dazu stehe der EMC auch außerhalb von Veranstaltungen jedem Interessierten zur Seite.

Die persönlichen Vorlieben seien so unterschiedlich wie die Modellvarianten, die heutzutage auf dem Markt sind. „Manche unserer Mitglieder haben vor allem Freude an Kunststücken und Geschwindigkeit. Da empfiehlt sich ein Funktionsmodell“, erklärte Heinrich. Anderen sei vor allem die Originaltreue wichtig wie Oliver Richter bei seiner Fokker D7, einer Militärmaschine aus dem Ersten Weltkrieg. Das Modell gleicht dem Original bis ins Detail. Dass Modellbau schnell zur Besessenheit führen kann, bestätigte Heinrich ebenfalls. „An den großen Modellen sitzen manche Bastler mehrere hundert Stunden“, verriet er. Ein Holzfabrik-Modell mit beweglichen Miniaturarbeitern zeugte von monatelanger Geduldsarbeit.

Um bei der Ausstellung ein umfassendes Bild vom modernen Modellbau zu präsentieren, waren auch Gastvereine wie der SMB Göttingen, der MBC Göttingen und der RC Freunde Osterode eingeladen worden. Hier gab es Autos und Schiffe zu sehen, darunter ein U-Boot, das tatsächlich tauchen kann.

Stark im Trend lägen zurzeit die sogenannten Quadrocopter und Mulitcopter, die oftmals mit einer Mini-Kamera ausgestattet seien, erklärte Heinrich. In diesem Bereich ist Peter Schmäring, Gründungsmitglied des EMC, der Fachmann. „Mit diesen fliegenden Robotern kann man tolle Luftaufnahmen machen, aber der Gesetzgeber müsste hier ein deutlicheres Auge drauf werfen, damit nicht jeder einfach alles filmen kann“, schilderte Schmäring ein Problem. Zwar müsse vor dem Start der Flugkörper eine Aufstiegsgenehmigung eingeholt werden - zuständig sei hier das Luftfahrtamt Braunschweig - allerdings hielten sich nicht alle an diese Vorgabe. Hier sehe Schmäring Handlungsbedarf.

Zum 40. Jubiläumsjahr veranstaltet der EMC am 13. und 14. Juni zwei große Flugtage auf dem Flugplatz bei Germershausen, so Heinrich. Zudem gebe es für den Pilotennachwuchs Möglichkeiten, Fragen zu stellen und einiges auszuprobieren. Infos gibt es bei emc-duderstadt.de.

Von Claudia Nachtwey

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