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Folgen der Globalisierung

Ausstellung in den Berufsbildenden Schulen Duderstadt Folgen der Globalisierung

Soziale und ökologische Probleme, die bei der Produktion von Sportbekleidung auftreten, thematisiert eine Ausstellung in den Berufsbildenden Schulen (BBS). Mit der Präsentation beginnt eine Kooperation zwischen dem Entwicklungspolitischen Informationszentrum (EPIZ) Göttingen und den BBS.

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Bei den Schülern findet die Ausstellung viel Interesse.

Quelle: Oliver Thiele

Duderstadt. Auf großformatigen Schautafeln informiert die Ausstellung mit dem Titel „TrikotTausch“ über die Situation der Menschen an den Produktionsstandorten und die Arbeitsbedingungen. Die Betrachter erfahren, dass die Näherinnen bei minimaler Entlohnung Zwangsüberstunden und Belastungen durch Überstunden hinnehmen müssen - und das bei mangelndem Arbeitsschutz. Auch zu den Produktionsländern wird Wissenswertes vermittelt.

Zusammengestellt wurde die Schau, die das EPIZ im Rahmen seines Projektes „Fit for Fair“ zeigt, vom entwicklungspolitischen Verein Vamos mit Sitz in Münster. An einer Audio-Station können Interessierte weitere Informationen und Eindrücke sammeln. Ein großes Tor mit Torwart und Spielerfigur sowie eine durchsichtige, mit Bällen gefüllte Röhre stellen optisch wirksam Bezüge zum Thema her.

„Ziel ist es, den Schülern die Folgen der Globalisierung begreifbar zu machen“, betont BBS-Schulleiterin Sabine Freese. Zugleich soll die Ausstellung am Beispiel Sport aufzeigen, wie Engagement für Fairen Handel aussehen kann, ergänzt Anja Belz, Projektmitarbeiterin zu diesem Thema im EPIZ. „Wir wollen Impulse für einen Konsumwandel geben“, ergänzt Belz.

Junge Leute sollen angeregt werden, sich mit den Produktionsbedingungen auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken, ob es „wirklich nur um billig geht“ und ob sie bestimmte Artikel tatsächlich benötigen. Wenn sie die Alternative hätten, sollten sich Verbraucher für ein Produkt mit einem Siegel entscheiden, das für faire Produktion stehe. Die großen Sportartikelhersteller stünden in der Pflicht, ihre Sozial- und Umweltstandards zu optimieren, betont Belz.

Bei den Schülern findet die Ausstellung viel Interesse. „Es ist interessant zu erfahren, wie viele Giftstoffe in Reizwäsche sein können“, erzählte Tugce Buyuk. „Man denkt beim Einkaufen oft gar nicht darüber nach, was in den Sachen so drin ist“, ergänzte Julijeta Hadzi. Begleitet wird die Ausstellung von 15 Seminaren, in denen Schüler das Thema der Ausstellung vertiefen können.

Begleitend zur Ausstellung gibt es vom 16. bis 30. September in der Cafeteria der BBS eine wechselndes Angebot aus fairem Handel, kündigt Freese an. Wer Interesse hat, kann die Ausstellung, die noch bis Donnerstag, 29. September, gezeigt wird, von 8 bis 14 Uhr besuchen.

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©Richter