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Ausstellung von Lode van der Linden mit Eichsfelder Motiven

Bilder kehren zurück in ihre Heimat Ausstellung von Lode van der Linden mit Eichsfelder Motiven

Melancholie und ein Gespür für Einsamkeit vermitteln die Werke des flämischen Malers Lode van der Linden. Doch die leuchtend warme, teils erdige Farbgestaltung lässt eine tiefempfundene Geborgenheit des Künstlers in der Natur oder gar der gesamten Schöpfung erahnen. Insgesamt 29 Bilder und eine Büste von Lode van der Linden sind zurzeit im Foyer der Duderstädter Sparkasse zu sehen.

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Ausstellungseröffnung in der Sparkasse Duderstadt: 29 Bilder und eine Büste von Lode van der Linden sind dort zu sehen.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Über den Weg der Bilder aus Antwerpen ins Eichsfeld und van der Lindens persönlichen Bezug zu Duderstadt berichtete Hans Peter Menge bei der Ausstellungseröffnung.

„Wir begeben uns in eine Zeitmaschine”, sagte der Duderstädter Anwalt und Kunstsammler, dem selbst einige Werke des flämischen Malers gehören, vor rund 60 teils aus Belgien angereisten Gästen. Als van der Linden 1888 in Antwerpen geboren wurde, sei die große Zeit des Impressionismus beinahe schon vorbei gewesen. Dennoch spiegelten die Werke des Malers seine persönliche Impression, eine „Visage intim”, in der jeweils dargestellten Landschaft wieder. Seine Motive fand van der Linden unter anderem in der Lüneburger Heide, wo er 1916 als Kriegsgefangener eine Zeitlang in einem Lager bei Soltau verbrachte. Nach dem Ersten und auch nach dem Zweiten Weltkrieg lebte der Künstler insgesamt 16 Jahre in Duderstadt, wo seine Motive vom Stadtwald und vom Wall sowie von der Rhumequelle entstanden sind.

Lode van der Linden und seine belgische Ehefrau Johanna bekamen keine Kinder, hatten aber eine enge Bindung zur Familie D‘Halleweyn in Antwerpen. Nach dem Tod des Malers 1960 erbte die Familie einige großformatige Bilder, die heutigen Enkel fanden aber kaum Platz für all` die Kunst. Also wandten sie sich nach Duderstadt, um eine Möglichkeit zu finden, die Werke einerseits ordnungsgemäß zu lagern, andererseits der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Menge habe Interesse gezeigt, konnte aber nicht selbst alle Werke kaufen und fand in der Duderstädter Sparkasse und deren Vorstand Alfons Wüstefeld Unterstützung.  Elisabeth D‘Halleweyn, die mit ihrem Bruder Koen auch zur Vernissage gekommen ist, erklärte:  „Wir sind mit diesen Bildern aufgewachsen. Lode van der Linden erzählte von Duderstadt wie von einem mystischen Ort. Nun sind wir sehr froh, dass die Bilder wieder zurückgekehrt sind in ihre Heimat.“

Die Ausstellung ist noch bis in die Woche nach Ostern in der Kundenhalle der Duderstädter Sparkasse zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

Von Claudia Nachtwey

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