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Ausstellung zeigt Arbeit der Tafel in Radolfshausen

Vorbehalte abbauen Ausstellung zeigt Arbeit der Tafel in Radolfshausen

Eine Kiste für drei Euro: Seit kurzer Zeit hat auch die Gemeinde Radolfshausen eine Verteilstelle der Osteroder Tafel. Am Mittwoch stellten die Ehrenamtlichen der Nachbarschaftshilfe ihre Arbeit im Rathaus Ebergötzen vor.

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Die Nachbarschaftshilfe, Bürgermeister Arne Behre (3. v. l.) und Theo Sommer (links) stellen die Arbeit der Tafel vor.

Quelle: Richter

Ebergötzen. „Ich freue mich für Radolfshausen“, sagte Bürgermeister Arne Behre (SPD), „dass die Osteroder Tafel auch in unserer Gemeinde arbeitet.“ Im Foyer des Rathauses stellt sich seit Mittwoch die  Tafel vor. „Ich bin der verlängerte Arm der Tafel“, so Theo Sommer, der bereits für die Verteilstelle in Gieboldehausen Verantwortung trägt.

1200 Kisten, gepackt mit gespendeten Lebensmitteln, verteilen die Helfer wöchentlich an bedürftige Haushalte. Symbolisch erhalten die Tafeln dafür drei Euro. 63 Kinder stünden momentan auf der Liste. Neben Senioren, allen voran Frauen, die weniger Rente hätten, seien sie die Leidtragenden, bedauerte der Gieboldehäuser.

Dass diese Lösung zustande kam, erschien keineswegs logisch, hätte doch – formal – die Göttinger Tafel auch in der Fläche einspringen können. Doch die Nachbarschaftshilfe Radolfshausen wandte sich an die Gieboldehäuser, die in diesem Jahr bereits zwei Jahre Erfahrung als Verteilstelle aufweist. „Die Tafel wird gut angenommen und nun können die Bürger in Radolfshausen auch an unserer Erfahrung und Organisation teilhaben“, sagte Sommer.

Dabei gälte es zunächst, Vorbehalte abzubauen, die Möglichkeit an- und wahrzunehmen, waren sich der Tafel-Koordinator und Bürgermeister Behre sicher. Nicht jeder besitze aber ein Anrecht auf der Teilnahme an der Verteilung; die meisten Bedürftigen indes schon. Die Definition wurde von der Osteröder Tafel, in Abstimmung mit den Behörden, getroffen. Grundsätzlich können Menschen mit einem Bescheid des Sozialamtes an der Verteilung teilnehmen.

„Ich finde die Unterstützung gut“, sagte Bürgermeister Behre, obwohl es insgesamt ein schlechtes gesellschaftliches Zeichen sei, dass mehr Menschen auf Hilfen angewiesen seien. Gemeinschaftliche Strukturen, eine funktionierende Nachbarschaftshilfe und nun auch eine Verteilstelle der Tafel: „Ich bin schon ein wenig neidisch auf die Radolfshäuser“, lobte Sommer.

Von Gunnar Müller

Tafel informiert über ihre Arbeit

Einen Beratungstermin bietet die Nachbarschaftshilfe Radolfshausen am Dienstag, 13. Oktober, im Rathaus Ebergötzen an. In der Zeit von 9 bis 11 Uhr informiert dort ein Vertreter der Tafel über ihre Arbeit.

Bei Bedarf kann ein Fahrdienst für die Samtgemeinde Radolfshausen zur Ausgabestelle in Gieboldehausen koordiniert werden.

Die Ausgabe der vorbestellten Lebensmittel erfolgt im dortigen Regenbogenhaus montags von 12 bis 12.30 Uhr.

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