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Ausstellung zur 1200-jährigen Bistumsgeschichte im Duderstädter Rathaus eröffnet

Blick zurück als Basis für die Zukunft Ausstellung zur 1200-jährigen Bistumsgeschichte im Duderstädter Rathaus eröffnet

Unter dem Titel „Rückblicke – Einblicke – Querblicke. 1200 Jahre Bistum Hildesheim“ ist eine Wanderausstellung im Duderstädter Rathaus eröffnet worden. 14 Schautafeln und eine Audio-Video-Station informieren über die Bistumsgeschichte von der Gründung 815 bis in die Gegenwart.

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Lockt viele Blicke an: die Wanderausstellung zur Bistumsgeschichte im Duderstädter Rathaus.

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Die chronologisch gegliederte Ausstellung ist so konzipiert, dass sie kein historisches Wissen voraussetzt, nur das Interesse daran“, erklärte Bistumsarchivar Dr. Thomas Scharf-Wrede einleitend. Tatsächlich gibt es eine Menge zu erfahren, zum Beispiel, dass der erste Hildesheimer Dom schon unter Bischof Gunthar (815 – 834) gebaut wurde.

Nach dem Brand eines Nachfolgebaus ließ Bischof Hezilo (1054 – 1079) den Dom errichten, der in seinen Grundfesten bis zur Zerstörung Hildesheims im Zweiten Weltkrieg Bestand hatte. Erörtert wird auch, wie in Zeiten der gesellschaftlichen Umstrukturierung während der industriellen Revolution die Zahl der Katholiken im Bistumsgebiet von etwa 92000 auf mehr als 200000, und nach dem Zweiten Weltkrieg auf mehr als 700000 anwuchs. „Die Ausstellung soll eine Möglichkeit zum Nachdenken über die Wege der Menschen bieten, stellt aber auch die Frage, wie sich die Kirche weiterentwickeln wird.

Das Hier und das Morgen brauchen den Blick zurück“, erklärte Scharf-Wrede. Dass die Wanderausstellung nicht in Kirchen, sondern in Rathäusern oder anderen öffentlichen Orten zu sehen ist, begründete der Archivar damit, dass die Kirche ihren geschützten Raum seit Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend verlasse und sich der Welt öffne.

Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) begrüßte als Gastgeber diese Entscheidung und betonte, dass im Eichsfeld in allen kirchlichen Bereichen zusammengefasst etwa 1000 Arbeitsplätze bestünden. Propst Bernd Galluschke erinnerte an die Legende des 1000-jährigen Rosenstocks, die um die Gründung des Bistums rankt und erklärte damit: „Es kommt nicht auf Monumentalität an, sondern auf geistliche Inhalte.“

Einen Vortrag über die Geschichte des Hildesheimer Bistums hält Scharf-Wrede am Dienstag, 17. November, um 19 Uhr im Rathaus.

Von Claudia Nachtwey

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