Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Auswertung der Verkehrszählung: 1599 Fahrzeuge an einem Tag

Bürgerinitiative: Verkehrssünder fühlen sich im Recht Auswertung der Verkehrszählung: 1599 Fahrzeuge an einem Tag

„Es sind keinerlei Hemmungen mehr zu erkennen“, erregt sich Wilfried Dierkes, als er die Ergebnisse einer groß angelegten Verkehrszählung der Bürgerinitiative „Lebendige Stadt Duderstadt“ an einem „ganz normalen Dienstag“ im November präsentiert.

Voriger Artikel
Gemeindebüro Ebergötzen zieht ins Dorfgemeinschaftshaus um
Nächster Artikel
Trinkwasser im Eichsfeld wird teurer

Hans-Georg Schwedhelm vor dem Rathaus beim Zählen.

Quelle: Archivfoto

Duderstadt. Die Mitglieder der BI hatten sich einen Tag lang an beiden Enden der Fußgängerzone positioniert und von 7 bis 18.30 Uhr den Verkehr gezählt. Dabei wurde unterschieden nach Autos, Lieferverkehr und Funkmietwagen.  Nach der Auswertung der Zahlen und der Diskussion unter den Mitgliedern der BI „Lebendige Stadt Duderstadt“ dränge sich nun ein Verdacht auf: Verkehrsverstöße seien über Jahre hinweg hingenommen worden.

„Viele fühlen sich im Recht“, wenn sie die geltenden Regeln übertreten, vermutet Dierkes, der fordert, „sofort Maßnahmen zu ergreifen“. Die Zähler hätten beobachtet, dass es sich beim überwiegenden Teil der Fahrer in der Fußgängerzone nicht um potenzielle Kunden oder Personen auf Parkplatzsuche handele, sondern um Abkürzer, die die Fußgängerzone durchfahren.

„Die BI ist nach wie vor der Meinung, dass nur regulierende Maßnahmen wie beispielsweise Poller zu einer deutlichen Abnahme der Verstöße führen können“, sagt Dierkes. Während des Zeitraumes der Zählung lag das Verkehrsaufkommen im Rathausbereich einschließlich der Marktstraße bei 1011 Kfz, darunter 761 Autos, die keine Genehmigung zur Durchfahrt haben, also als Lieferverkehr beziehungsweise Funkmietwagen gekennzeichnet waren. An der unteren Marktstraße zählten die Freiwilligen im selben Zeitraum zusätzlich 588 Fahrzeuge, darunter 348 Autos ohne erkennbare Genehmigung.

„In unserer Fußgängerzone bewegen sich inklusive Lieferverkehr und Taxen in 10,5 Stunden 1599 Fahrzeuge“, zählt Dierkes zusammen. Das sind heruntergerechnet auf eine Minute 2,53 Fahrzeuge. „Diese absolut erschreckenden Zahlen sprechen für sich“, sagt Dierkes. „Ein weiteres Abwarten seitens der Stadt wäre nach unserer Ansicht unverantwortlich.“ Die Bürgerinitiative wiederholt daher erneut den Wunsch nach einer Polleranlage als Absperrung der Oberen Marktstraße zum Gropenmarkt und eine weitere in der Verlängerung Jüdenstraße zur Oberen Marktstraße.

„Diese beiden Einrichtungen würden den größten Teil des unberechtigten Verkehrs unterbinden und sich auch auf die untere Marktstraße positiv auswirken“, meint Dierkes. Eine Zählung des Fußgänger-“Verkehrs“ habe es im Übrigen bisher nicht gegeben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter