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Authentischer Ort zur Aufarbeitung

Grenzlandmuseums Eichsfeld Authentischer Ort zur Aufarbeitung

Mit Mira Keune hat eine Historikerin die hauptamtliche Geschäftsführung des Grenzlandmuseums Eichsfeld übernommen. Sie löste Paul Schneegans ab, der dieses Amt lange Jahre im Ehrenamt ausübte und nun in den Ruhestand geht. Darüber hinaus feiert der Trägerverein sein 20-jähriges Bestehen.

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Quelle: Franke

Teistungen. „Wir stehen vor der Frage, wie wir das Grenzlandmuseum perspektivisch ausrichten“, sagte Horst Dornieden, Vorsitzender des Trägervereins bei der Vorstellung der neuen Geschäftsführerin. Schließlich habe das Museum eine wichtige nationale Aufgabe zur Aufarbeitung der jüngsten deutschen Geschichte zu leisten - mit den drei wichtigen Bausteinen Dauerausstellung, Bildungsstätte und Grenzlandweg.

„Und alles am authentischen Standort“, betonte Keune, die in Zukunft neben der Stärkung von inhaltlichen Punkten vor allem die Vernetzung des Museums weiter ausbauen möchte. So solle vor allem der Radius der Schulen ausgeweitet werden, die das Museum in ihren Unterricht integrieren. „Wer Geschichte verstehen will, sollte an Orte gehen, wo Geschichte gezeigt wird“, ist die neue Geschäftsführerin überzeugt. Ziel sei, die junge Generation anzusprechen. Schließlich sei das Thema Grenze gerade wieder sehr aktuell.

Besonders der Grenzlandweg sei ein gutes Mittel, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, hat Keune bereits herausgefunden: „Begleite ich Menschen, die in den 40er- und 50er-Jahren geboren sind, auf dem Weg, beginnen sie von ihrer Familiengeschichte zu erzählen.“

Und mit dänischen Schülern habe sich vor drei Woche das Gespräch sofort auf die Grenzen in Europa bezogen. „Das Besondere an diesem Ort ist die Verbindung von Wissen mit Gefühlen“, so die 34-Jährige weiter. „Einen Ort zu spüren, verstärkt das Wissen.“ Vor allem sei es wichtig länderübergreifend zu denken und fühlen, nennt sie eine Grundvoraussetzung für ihren neuen Job.

Wolfgang Nolte, zweiter Vorsitzender des Trägervereins, hob das Wirken von Schneegans hervor: „Ohne seine Arbeit wäre die Weiterentwicklung nicht möglich gewesen.“ Schneegans hatte zu seiner Zeit als Amtsleiter der Stadt Duderstadt begonnen und die Geschäftsführung im Ruhestand weiter übernommen.

„Es war eine spannende Zeit“, erklärt er. Und die Ergebnisse dieser Zeit hatte Bundespräsident Joachim Gauck Ende des vergangenen Jahres mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. Zunächst bleibt Schneegans dem Museum noch erhalten, um Mira Keune einzuarbeiten. Im Anschluss steht er dann als Ansprechpartner zur Verfügung.

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©Richter