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„Hoover“ hinterfragt Moral

Autorenlesung mit Ute Wegmann „Hoover“ hinterfragt Moral

Hoover, der eigentlich Tim heißt, will seinem Großvater einen Herzenswunsch erfüllen - aber die Sache könnte verboten sein. Die Kölner Jugendbuchautorin Ute Wegmann hat aus ihrem Werk „Hoover“ den Fünft- und Sechstklässlern am EGD-Junior vorgelesen und dabei auch Fragen zu Ehtik und Moral gestellt.

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Ute Wegmann

Quelle: Christoph Mischke

Duderstadt. „Vielleicht gibt es Parallelen zu dem Film Honig im Kopf, aber Hoover ist unabhängig davon entstanden“, beteuerte die Autorin lachend. Viele ihrer Werke seien im Thema „generationenübergreifend“ angelegt, da die Generationen heute meist räumlich getrennt seien und sich oft vermissen würden, habe Wegmann beobachtet.

In der Autorenlesung lernten die Fünft- und Sechstklässler des Eichsfeld-Gymnasiums Duderstadt (EGD) den zwölfjährigen Hoover gleich zu Anfang des Buches kennen. Er beobachtete ein Mädchen im Supermarkt, das Marmelade klaute und diese einer anscheinend bedürftigen Frau schenkte. Hoover wusste, dass Klauen verboten war, aber er stellte die Frage, die sich auch weiterhin durch das Buch ziehen sollte: „Darf man etwas Verbotenes tun, wenn man damit etwas Gutes bezweckt?“. Eine Frage, so Wegmann, die sich nicht nur Kinder stellen würden. Jeder Mensch in jedem Alter müsse in verschiedenen Situationen Entscheidungen treffen.

Nachdem die Kinder in die Aula der Astrid-Lindgren-Schule als Außenstelle des EGD gestürmt waren, stellte Wegmann zunächst ihren eigenen Werdegang vor: Sie habe mehrere Berufe, arbeite als Journalistin und Radiomoderatorin beim Deutschlandfunk, habe Filme gedreht und inzwischen acht Jugendromane veröffentlicht.

EGD-Deutschlehrerin Katharina Osburg erklärte: „Eine Autorenlesung passt gut in dieses Halbjahr, das Lesen in einen Vordergrund stellt.“ Auch im digitalen Zeitalter könnten Bücher Kinder noch faszinieren, wenn sie frühzeitig den Zugang fänden.

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©Richter