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B27-Sperrung belastet Waake

Schleichverkehr B27-Sperrung belastet Waake

Umwegfahrten von Pendlern wegen der halbseitig gesperrten Bundesstraße 27 führen wie im vorigen Jahr zu Problemen insbesondere in Waake. Seit einer Woche ist die B 27 zwischen Ebergötzen und Waake in Richtung Göttingen gesperrt.

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Quelle: Richter

Waake/Ebergötzen. Die Arbeiten für die Waaker Umgehung werden planmäßig weitergeführt. Ein Radweg wird auf der Nordseite der Fahrbahn neu angelegt, die Fahrbahn wird verbreitert und durchgängig erneuert. Außerdem nutzen die Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) die Sperrung und erneuern derzeit auf der Südseite eine Trinkwasserleitung.

Pendler, die morgens nach Göttingen zur Arbeit wollen, müssen noch längere Zeit größere Umwege in Kauf nehmen. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Goslar rechnet damit, dass alle Arbeiten bis Anfang August abgeschlossen sind. Wie im vergangenen Sommer ist eine großräumige Umleitung ab Ebergötzen über die B 446 Richtung Nörten-Hardenberg und Göttingen eingerichtet worden. „Es ist nicht schön, aber es läuft“, sagte die stellvertretende Geschäftsstellenleiterin Carina Eberwein. Es gehe nun einmal nicht ohne halbseitige Sperrung. Über Probleme durch die Baustelle sei nichts aufgelaufen. Die Arbeiten seien im Plan. Auch die Göttinger Polizei sieht derzeit kein Problem durch Baustelle und Umleitungsverkehr.
Pendler nehmen allerdings nicht nur die nördliche Umgehungsroute, sondern suchen sich auch einen Weg südlich der B 27 über Landolfshausen und durch Mackenrode nach Waake. Es kommt zu hohen Belastungen insbesondere der Mackenröder Straße und, da Autofahrer die Ampel an der B 27 vermeiden wollen, auch des südlichen Waaker Wohngebiets.
Anlieger hätten schon gebeten, die Ampelschaltung zu ändern, sagte Waakes Bürgermeister Johann-Karl Vietor (CDU). „Dafür gibt es aber keine Handhabe.“ Lkw-Verkehr solle über die nördliche offizielle Umleitung geführt werden. Die Verkehrszahlen auf den südlichen Ausweichstrecken liegen der Kreisverwaltung zufolge „nicht signifikant über dem zu erwartenden Maß“, Störungen seien dem Landkreis nicht mitgeteilt worden, erklärte Verwaltungssprecher Ulrich Lottmann. „Gegenmaßnahmen sind nicht geplant.“

Der B-27-Verkehr in Richtung Gieboldehausen läuft unverändert durch den Baustellenbereich, allerdings langsam. Der erste Bauabschnitt mit Teilsperrung zwischen Ebergötzen und Waake war nach drei Monaten früher als geplant Ende September beendet worden. Ein alter Regenwasserkanal und alte Schachtbauwerke waren ausgebaut und eine neuer Kanal einschließlich neuer Drainage verlegt worden. Zusätzlich wurden auch Leitungen für Strom und Telefon mitverlegt. Zurzeit wird neben Radwegbau und Fahrbahnerneuerung auch eine neue Trinkwasserleitung zwischen Ebergötzen und Waake verlegt. Der zweite Leitungsabschnitt über rund 1900 Meter wird laut Ulrich Adler, Abteilungsleiter Wasserversorgung der EWB-Tochter EEW, rund 250 000 Euro kosten. Durch das Spülbohrverfahren würden neue PE-Rohre bis zu 200 Meter ohne Graben kostengünstiger und umweltfreundlicher eingespült.

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