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Bärtiger Professor erklärt Kindern die Planeten

Vorträge für Jungforscher Bärtiger Professor erklärt Kindern die Planeten

Warum können die Menschen auf der Erde leben, aber nicht auf dem Mars? Wie heißen die Enkelkinder unserer Planeten? Und welche noch unbekannten Wesen könnten wir möglicherweise als Nachbarn in unserem Sonnensystem kennen lernen? Diese und weitere Fragen klärte Ulrich Christensen vom Lindauer Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in einem Vortrag der Veranstaltungsreihe „für kleine Entdecker“ zum Thema „Vulkane, Stürme und Landschaften aus Eis“.

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Gespanntes Publikum im voll besetzten Hörsaal: Ulrich Christensen erklärt die Grundlagen der Planetenforschung.

Quelle: Thiele

Alle 150 Sitze im Hörsaal des Instituts waren belegt, und 300 Kinderohren lauschten gespannt den Worten des rauschebärtigen Mannes mit dem Zeigestock. Per Beamer warf er eine Vielzahl spannender Bilder und Grafiken an die Wand. Gut verständlich und vor allem kindgerecht erklärte Christensen die Grundlagen der Planetenforschung.

Dass die Geschwister der Erde zum Beispiel Jupiter, Uranus und Mars heißen, und dass ihre Enkelkinder die Monde Kallisto, Ganymed und Titania sind, verstanden die kleinen Entdecker sehr schnell. Dank des Professors sind die Nachwuchs-Astronomen auch auf dem neuen Forschungsstand, der besagt, dass Pluto nicht mehr zu den ehemals neun bedeutenden Planeten gehört und zum so genannten Zwerg her-abgestuft wurde. Auch die Tatsache, dass die Himmelskörper nach den römischen Göttern benannt sind, konnte er den Kindern erklären

Christensen demonstrierte den jungen Forschern den Abstand zwischen Erde und Mond mittels einer Erbse und einer Linse auf einem Overhead-Projektor. Um zu verdeutlichen, wie weit der Mars vom Heimatplaneten der Menschen entfernt ist, lief der Referent mit einem Pfefferkorn in die hinterste Ecke des Raumes – sehr zur Freude der jungen Zuhörer.

Der Aufbau von Planeten wie beispielsweise des Mars – er verfügt über 95 Prozent Stickstoff, fünf Prozent Kohlendioxid, aber null Prozent Sauerstoff und ist daher für Menschen nicht bewohnbar – war ebenso Teil des Programms wie auch Riesen-Vulkane auf fremden Planeten, die zum Teil dreimal so groß sind wie der höchste Berg der Erde. Anhand vieler erstaunlicher Satelliten- und Raumsondenbilder konnten die Kinder Spuren vom Lebenselixier Wasser verfolgen und sich die Frage stellen, welche Wesen wohl unsere noch unbekannten Nachbarn sein könnten. Christensen: „Wenn wir außerirdisches Leben finden sollten, dann ist es am wahrscheinlichsten, dass es einfache Bakterien sind.“

Der zehnjährige Unai Dunkel aus Sebexen war mit Feuereifer bei der Sache: „Vulkane und magnetische Pole interessieren mich am meisten“, so der Grundschüler, dessen Lieblingsfach im Moment Sachkunde ist. Physik würde Unai auch gerne belegen, aber dafür muss der Hobby-Wissenschaftler erst noch etwas älter werden.

MPS-Fan Jan Beuermann aus Elvershausen, regelmäßiger Gast bei den Vorträgen, zeigte sich ebenso begeistert wie Unai. „Der Vortrag hat mir gut gefallen, alles war toll und spannend“, so der Siebenjährige. Für den nächsten Termin hat sich der begeisterte Jung-Forscher mit Hilfe seiner Mutter bereits angemeldet. Die Plätze sind nämlich heiß begehrt und schneller ausgebucht als man „Asteroidengürtel“ sagen kann.

Von Anna Kleimann

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