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Ballenbrände in Duderstadt: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Feuerwehr mehrere Stunden im Einsatz Ballenbrände in Duderstadt: Polizei nimmt Verdächtigen fest

In unmittelbarer Nähe zur Duderstädter Polizeiwache sowie in Fuhrbach haben in der Nacht zu Sonnabend Rundballenstapel gebrannt. Die Polizei nahm einen 20-jährigen Tatverdächtigen fest und stellte bei Wohnungsdurchsuchungen bei diesem und drei weiteren Personen belastendes Material sicher.

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Quelle: Franke

Duderstadt. Die Feuerwehr in Duderstadt rückte mit 25 Mann, darunter der stellvertretende Stadtbrandmeister Stefan Napp, und fünf Fahrzeugen an. „Als wir an der Wiese in der Herzberger Landstraße eintrafen, hatten die Flammen schon die neben dem Ballenstapel stehenden Bäume ergriffen und auch ein Gartenhäuschen brannte“, berichtete Einsatzleiter Axel Lühe. Aufgrund der starken Rauchentwicklung fuhren Polizeibeamte durch das angrenzende Wohngebiet und warnten die Bürger mit Lautsprecherdurchsagen.

„Wir haben fünf C- und ein B-Rohr im Einsatz“, erläuterte Lühe die Maßnahmen im Kampf gegen das Feuer. „Zwischendurch haben wir auch den Monitor, also unseren Wasserwerfer auf dem Fahrzeug, eingesetzt.“ Insgesamt verlegten die Kameraden rund 1000 Meter B-Leitungen für das Wasser. „Pro Minute pumpen wir etwa 2500 Liter auf den Brand.“ Als das Feuer unter Kontrolle war nutzte die Feuerwehr einen Trecker, um die Ballen auseinanderzuziehen. Darüber hinaus wurde das Löschwasser mit einem leichten Schaummittel versetzt.

Schon zu diesem Zeitpunkt erklärte der Einsatzleiter, dass von Brandstiftung auszugehen sei. Als die Löscharbeiten in Duderstadt noch liefen, standen gegen 3.30 Uhr auch in Fuhrbach Strohballen in Flammen.

Während die Feuerwehr noch gegen die Brände vorging, herrschte auch bei der Polizei Großalarm. Die Beamten nahmen einen 20-jährigen Duderstädter als Tatverdächtigen fest. Der Verdächtige hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. „Er schweigt“, sagt Polizeisprecher Joachim Lüther. Nach ersten Erkenntnissen soll es sich laut Lüther bei dem Verdächtigen um einen Feuerwehrmann handeln. Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Brandstifter laufen nach Polizeiangaben bereits geraume Zeit. „Seit April gab es in den Regionen Duderstadt und Osterode 17 Strohballenbrände“, sagt Lüther. Dazu würden auch die auf Thüringer Seite zählen

Die Polizei ermittelte am Wochenende auch gegen drei weitere 19- und 20-jährige Tatverdächtige, die Komplizen des Haupttäters sein könnten. Dazu ordnete die Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung der Wohnungen der vier Verdächtigen an. „Dabei wurde bei allen belastendes Material sichergestellt“, sagt Lüther, betont jedoch: „Das muss allerdings noch ausgewertet und mit den Taten in Zusammenhang gebracht werden.“

 

Von Rüdiger Franke und Kay Weseloh

Der Beitrag wurde am 16. August 2015 um 16.50 Uhr aktualisiert.

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