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Bandmitglieder von Colour of Dawn nutzen Duderstädter Fußgängerzone

Straßenmusik als Sprungbrett Bandmitglieder von Colour of Dawn nutzen Duderstädter Fußgängerzone

Es gibt Metal-Festivals auf Kreuzfahrtschiffen, Folk-Konzerte in Friseursalons und Schlagerdarbietungen in Einkaufszentren. Warum also sollten Musiker an einem sonnigen Nachmittag nicht einfach die Instrumente zusammenpacken und dort spielen, wo eh schon Publikum ist? In der Fußgängerzone zum Beispiel.

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Nutzen den öffentlichen Raum als Bühne: Jakob Mecke. Lars Richard und Luisa Weber (von links).

Quelle: Richter

Duderstadt. Genau diesen Auftrittsort wählen die Musiker von Colour of Dawn seit einigen Wochen immer mal wieder – wenn sie Zeit und Lust haben, ihre Songs der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Mal stehen sie mit ihren Gitarren und Percussions in der Nähe des Rathauses, mal neben dem Hotel Zum Löwen, mal Auf der Spiegelbrücke, „immer dort, wo Leute unterwegs ist und die Akustik funktioniert“, erklärt der 16-jährige Jakob Mecke, der auf der Straße Gitarre spielt und singt.

Auch im Stadtpark, auf dem Gelände der Landesausstellung haben die Musiker schon einmal ein Spontankonzert gegeben – dort allerdings ließ die Laufkundschaft auf sich warten.

Aufmerksamkeit im lokalen Umfeld

Genau auf diese hoffen die Schüler am Eichsfeldgymnasium, die gemeinsam im Schulchor singen: Auf Aufmerksamkeit im lokalen Umfeld. „Wir spielen fast nur eigene Songs“, erklärt Luisa Weber (15), die neben Gitarre und Gesang auch Ukulele beherrscht. Ausnahmen machen sie nur für die Beatles und Leonard Cohen.

Die Konzentration auf eigene Kompositionen mache es etwas schwieriger, das Publikum für sich zu gewinnen als mit Coversongs, die gleich ins Ohr gingen. „Wir finden es aber schöner, eigene Stücke zu spielen“, fügt Mecke hinzu. Inspirationen holen sich die Musiker ebenso bei altbekannten Singer/Songwritern wie auch bei Virtuosen, die bisher nur auf in der YouTube-Szene bekannt sind.

Das Spielen auf der Straße biete der Band gleichzeitig die Möglichkeit, zu proben und dabei auch noch Fans zu gewinnen. Tatsächlich schauen die Passanten immer wieder, woher die Musik kommt. Da sie unverstärkt dargeboten wird, bleibt sie dezent im Hintergrund. Wer sie hören möchte, muss näher kommen.

Gerne mehr Konzerte

Das jedoch trauen sich nur wenige, einige von ihnen steuern einige Cent bei oder schauen sich Meckes Solo-CD an, die er gemeinsam mit André Busse produziert hat.

Zusammen mit Weber und dem 17-jährigen Lars Richard, der Cajon spielt oder auch einen Werkzeugkoffer zum Rhythmusinstrument umfunktioniert, spielt der Duderstädter seit 2013 in einer Band. Außer den Straßenkonzerten waren Colour of Dawn bisher nur bei einem Privatauftritt im Tabalugahaus und bei einem Benefiz-Konzert für das Weender Freibad zu hören.

Gern würden die Musiker, die allesamt Multiinstrumentalisten sind, mehr Konzerte spielen, doch die Zeit ist knapp: Schließlich stehen sie kurz vor dem Abitur und müssen ab und zu auch noch etwas für die Schule tun. Nach dem Abschluss soll es bei mindestens einem Bandmitglied musikalisch weitergehen. Mecke, der sich schon jetzt ein kleines Heimstudio eingerichtet hat, denkt über ein Musikstudium nach.

facebook.com/ColourOfDawn
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