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Delegation aus China in Duderstadt

Barrierefreies Wohnen und Brauereibesichtigung Delegation aus China in Duderstadt

Über das deutsche Gesundheits- und Erstattungssystem, moderne Versorgungslösungen, aber auch Kultur und Geschichte informiert sich noch bis Mittwoch eine Delegation des chinesischen Behindertenverbandes in Duderstadt. In Tiftlingerode besuchten die Gäste aus der Volksrepublik Willi Klingebiel, um etwas über barrierefreie Wohnraumgestaltung zu erfahren.

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In Tiftlingerode besuchten die Gäste aus der Volksrepublik Willi Klingebiel, um etwas über barrierefreie Wohnraumgestaltung zu erfahren.

Quelle: R

Duderstadt. Inspiration gab es dort zur Genüge. Klingebiel, der seit einem Arbeitsunfall querschnittgelähmt ist, hat auch mit Eigenkonstruktionen ein behindertengerechtes Haus geschaffen, in dem er ohne Hilfe zurechtkommen kann. Neben den Stufen zur Haustür ist ein Fahrstuhl eingebaut, alles ebenerdig erreichbar, Rampen führen zu seinem Taubenschlag, der Herd in der Küche ist unterfahrbar. Den Gästen aus China demonstrierte er auch sein Auto mit Handgas. Es ist nicht das erste Mal, dass Klingebiel im Zuge des mehrjährigen Ausbildungsprogramms Besuch aus China hatte.

Kooperation zwischen Ottobock und CDPF

Das Projekt ist eine von Hans Georg Näder angeregte Kooperation von Ottobock mit dem chinesischen Behindertenverband CDPF (China Disabled Person's Federation). Die 24-köpfige Delegation mit Teilnehmern aus unterschiedlichen Provinzen Chinas wird begleitet von Matthias Kittler. Der 27-jährige Projektmanager von Ottobock-China, der seit dreieinhalb Jahren in Peking arbeitet, spricht fließend Mandarin. Zum zweiwöchigen Programm gehörten Besuche im Unfallkrankenhaus, Future Lab und Science Center in Berlin. Weitere Stationen waren Weimar, Göttingen und Hannover. Besonders angetan hatte es den Teilnehmern aber Duderstadt - von den Fachwerkzeilen bis zum Glockengeläut. "Authentische Kleinstädte mit Historie wie Duderstadt gibt es in China nicht", sagt Kittler: "Dort zählt eine Stadt mit 300000 Einwohnern als Kleinstadt." In der Ottobock-Firmenzentrale informierten sich die Gäste, von denen viele orthopädische Werkstätten in China leiten, über Produkte und Sportversorgungen.

"Heimatliebe" besser als Tsingtao, meinen die Gäste

In Duderstadt wurde die Delegation, die auch die Lebenshilfe besuchte, in Klingebiels Garten von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) empfangen. Der erinnerte daran, dass Duderstadt vor drei Jahren im Ranking des Bundesverkehrsministeriums für barrierefreie Städte den dritten Platz belegt hat. Eine weitere Station war die Heimatliebe-Manufaktur in den Gewölbekellern unter dem Hotel Zum Löwen, in dem die Delegation einquartiert war. Einig waren sich die Gäste, dass "Heimatliebe" besser schmeckt als Tsingtao-Bier.

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