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Barrierefreiheit und Teilhabe

Francesca Reinecke referiert über Inklusion beim Neujahrsempfang der Lebenshilfe Eichsfeld Barrierefreiheit und Teilhabe

Etwas verspätet im Januar, aber mit einer Vielzahl von Vertretern örtlicher Verbände und Institutionen, hat am Sonntag die Lebenshilfe Eichsfeld in ihrer Begegnungsstätte einen Neujahrsempfang ausgerichtet. Francesca Reinecke hielt zudem ein Referat zu „Inklusion leben in Duderstadt“.

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Francesca Reinecke studiert Sozialmanagement und koordiniert ein Projekt der Stiftung katholische Behindertenhilfe im Bistum Hildesheim.

Quelle: Müller

Duderstadt. „2017 werden wir uns an anderer Stelle wiedertreffen“, kündigte Manfred Thiele an. Zurzeit baue die Lebenshilfe neu an, der sechste Neujahrsempfang in der Begegnungsstätte werde dann anders fortgesetzt. Vor den mehr als 50 Gästen zog der Vorsitzende ein positives Resümee des vergangenen Jahres: „Wir sind jedes Jahr Wegbereiter mit Überzeugungskraft.“

Ehrenamtliches Engagement habe besonders in den vergangenen Monaten eine Aufwertung erfahren, auch jüngere Menschen würden sich verstärkt einsetzen. Das widerspräche der Vorstellung einer „Nullbock-Generation“, so Thiele. Beim Thema Flüchtlinge sei die Lebenshilfe bisher nicht direkt einbezogen, dennoch denke man über ein passendes Engagement nach. Viele Tätigkeiten der Lebenshilfe seien nur durch Spenden oder Erlöse, etwa durch das Bürgerfest, möglich. 2017 soll das dann 17. Fest vom 18. bis 20. August Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen.

Zum Thema „Inklusion leben in Duderstadt“ referiert auch Francesca Reinecke. Die 23-jährige studiert Sozialmanagement und koordiniert ein Projekt der Stiftung katholische Behindertenhilfe im Bistum Hildesheim. Durch Befragungen vieler Betroffener ermittelten die Projektteilnehmer Lebenssituation und Bedarfslage von Menschen mit Behinderung in und um Duderstadt. Neben vielen Möglichkeiten, gebe es auch eine Intransparenz bei der Suche nach Ansprechpartnern.

Auch das Thema Barrierefreiheit, das nicht nur Behinderte sondern auch Rollatorbenutzer und Eltern mit Kinderwagen beträfe, sei Gegenstand der Untersuchung gewesen, nicht nur bei Fragen nach Freizeitmöglichkeiten, sondern auch nach passendem Wohnraum. Vieles schränke Behinderte noch in ihrer Selbstbestimmung und Spontanität ein. Als Beispiel nannte Reinecke, dass Rollstuhlfahrer sich einen Tag im Voraus zu Busfahrten nach Göttingen anmelden müssten. Die Projektgruppe möchte in einem Anschlussprojekt eine bessere Vernetzung fördern. gm

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