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Bauen im Bestand

Aus zwei Häusern mach eins Bauen im Bestand

Früher war alles enger und niedriger. Jedenfalls in dem Fachwerkhaus, das an der Straße Am Pferdeteich in Duderstadt liegt. Die Höhe der Räume betrug 1,80 Meter, Querbalken mit einer Höhe von 1,60 Meter durchkreuzten die Zimmer, und die Breite der zwei Haushälften betrug 2,15 Meter und 2,25 Meter. Zwischen 1724 und 1728, als derlei beengte Verhältnisse noch kein Problem darstellten, wurde das Doppelhaus gebaut.

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Ehemaliges Doppelhaus: Links neben dem Scheunentor war früher die Eingangstür zur anderen Haushälfte.

Quelle: Pförtner

Johannes Förster kaufte das Gebäude im Jahr 2003. Damals war es in keinem guten Zustand, oder, wie er es sagt, „absolut marode“. Trockenfäule und Holzwurm hatten das gesamte Haus befallen. Förster wollte schnell sanieren. Doch das gestaltete sich wegen der Vorschriften der Denkmalschutzbehörde in Braunschweig nicht einfach. Hilfe fand er bei Petra Koch, der zuständigen Verwaltungsmitarbeiterin in Duderstadt. Sie vermittelte.

2004 begannen dann die Arbeiten – sie sollten sich bis zum Einzug des Mieters, Torben Schröter, im April 2007 hinziehen. „Anfangs habe ich überlegt, ob ich die Aufteilung in zwei Häuser belasse, aber dann hab ich mich entschieden, aus den zweien eins zu machen“, erzählt der Besitzer. Da er selbst Bauunternehmer ist, hat er „immer, wenn ich Zeit hatte, selbst Hand angelegt“. Aufgrund des maroden Zustandes musste das Haus entkernt werden. Nur die Fassade und ein Teil der Holzbalken konnten stehen bleiben. Die Decken wurden erhöht, moderne Sanitäranlagen und eine Fußbodenheizung eingebaut. Da das Haus keinen Keller hat – der Boden um den ehemaligen Pferdeteich ist sehr feucht – hat er die Heizungsanlage auf dem Dachboden installiert. „So spare ich Raum.“
Und während der Arbeiten fand das Haus auch seinen neuen Bewohner: Schröter. Der Inhaber des Farbenhauses „verliebte“ sich bei seinen Arbeiten in das Haus. „Ich habe immer schon gerne in Altbauten gewohnt. Doch dieser ist wirklich ideal“, findet er. Er lobt die Modernität, die Nähe zur Innenstadt und die gleichzeitig ruhige Lage des Hauses. Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) ist dann auch voll des Dankes für Vermieter und Mieter, die „beide der Innenstadt die Treue halten“.

Am Donnerstag, 16. September, veranstaltet die Quartiersinitiative Niedersachsen (QIN) im Duderstädter Rathaus den Kongress „Innenstadt erhalten, entwickeln, beleben“. Interessierte können sich im Internet anmelden.

Von Corinna Berghahn

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