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Bauhof Duderstadt im Dauereinsatz

Wildkräuter sprießen Bauhof Duderstadt im Dauereinsatz

Die Wildkräuter sprießen. In den vergangenen Wochen haben sich die Beschwerden von Anwohnern in den Duderstädter Ortsteilen gehäuft. Wo bleibt der Bauhof? „Wir kommen in diesem Jahr kaum dagegen an“, erklärt Bauhofleiter Frank Widera. Die Bedingungen für den Wuchs der Wildkräuter seien ideal.

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Bauhof-Mitarbeiter Thomas Weißhuhn bei der Beetpflege im Pfingstanger in Hilkerode.

Quelle: Franke

Duderstadt. „Ich werde langsam richtig sauer“, hatte sich zum Beispiel eine Anwohnerin der Rosenthaler Straße in Westerode geäußert, „nicht nur das es total schäbig aussieht.“ Auch könne sie nicht beim Verlassen des Hofes nicht sehen, ob Autos kämen. „Die Disteln sind aber kein alleiniges Westeröder Problem“, erklärt Widera. „Wir sind aktuell im Stadtgebiet nur wegen der Disteln unterwegs.“ In dieser Woche habe sich das Bauhofteam unter anderem um die Beete in Hilkerode gekümmert, ergänzt Duderstadts Bauamtsleiter Johannes Böning. Das feuchte Wetter im Wechsel mit warmen Tagen begünstige das Wachstum der Pflanzen, so Widera. Das würden die Leute aber auch zu Hause erleben, so Widera. In anderen Jahren hätte zu dieser Jahreszeit niemand daran gedacht, seinen Rasen zu mähen, weil er wegen der Hitze ziemlich runtergebrannt wäre. In diesem Jahr aber würden die Rasen auch extrem gut wachsen. An anderer Stelle habe das feuchte Wetter aber auch seine Vorteile. „So mussten wir uns nicht viel um die Bewässerung der Blumenkästen in der Innenstadt kümmern“, so der Bauhofleiter.

Wunsch nach Rückschnitt

Das Problem in der Rosenthaler Straße sei mittlerweile beseitigt, sagt Widera, und der Wunsch nach Rückschnitt an vielen Orten bekannt. „Wir gucken selber auch in den Einfahrten und schneiden die Pflanzen zurück, wenn sie den Blick einschränken“, so Widera. Allerdings würde es auch niemand verstehen, wenn eine vollblühende Straße zur Hauptblütezeit zurückgeschnitten werde.

Licht lässt Kräuter keimen

Zum Thema Rückschnitt gibt es aber manchmal auch Beschwerden aus einem anderen Blickwinkel. So geschehen in Immingerode, wo nach einem Heckenschnitt am Spielplatz nun Wildkräuter wuchern. „Wenn wir Bodendeckerflächen zurücksetzen, kommt Licht an die Erde“, erklärt Widera die Hintergründe des Problems. Deshalb würden an diesen Stellen im Zusammenspiel mit der Witterung nach dem Rückschnitt die Wildkräuter keimen.

„Zum Teil drehen wir uns im Kreis“, sagt Widera. So hätten Mitarbeiter seines Team am Montag Stunden damit verbracht, Anlandungen an den Spielgeräten unterhalb des Obertorteiches zu entfernen. Und in der Nacht zu Dienstag sei bereits das nächste Schauer heruntergekommen. „Die Natur fordert uns zurzeit ganz schön heraus“, so Böning und nennt das Beispiel abgeknickter Bäume. „Wir haben seit Freitag sechs abgeknickte Bäume beseitigt“, konkretisiert Widera. Davon seien zwei auf Spielplätzen umgefallen, einer davon sogar auf eine Rutsche gestürzt. „Das hat dann aufgrund der Verkehrssicherungspflicht natürlich Priorität“, sagt der Bauhofleiter.

Wichtiger biologischer Zweck

Trotzdem seien die Mitarbeiter nach Wideras Angaben zurzeit verstärkt im Einsatz gegen die Wildkräuter. Blühstreifen in den Orten würden aber nicht nur für eine ansprechende Optik sorgen, sondern auch einen wichtigen biologischen Zweck erfüllen, erklärt Böning. Er verweist auf  eine Mitteilung des niedersächsischen Umweltministeriums, in dem dieses darauf hinweist, dass die Zahl der Insekten in Niedersachsen stark zurückgegangen sei. „Das Anlegen der Blühstreifen ist von diesem Standpunkt aus ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt der Bauamtsleiter. Trotzdem sei das Bauhofteam bemüht, die Flächen in Ordnung zu halten. „Wir bitten aber um Verständnis, dass wir nicht an allen möglichen Einsatzorten parallel erscheinen können“, so Widera.

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©Richter